GEW Sachsen
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Landtagswahlen 2019Koalitionsvertrag der künftigen Landesregierung (Fokus: Schule)

Am 1. Dezember haben CDU, Bündnis 90/Die Grünen und SPD ihren Koalitionsvertrag vorgestellt. Nach Mitgliederbefragungen bzw. nach Befassung der zuständigen Gremien soll er zur Grundlage des Regierungshandelns in den kommenden knapp fünf Jahren werden.

03.12.2019

Die GEW Sachsen begrüßt, dass sich die Koalitionspartner mit unseren Forderungen ernsthaft auseinandergesetzt haben und auf dieser Basis zahlreiche Verbesserungen planen, wie zum Beispiel

  • die Unterstützung der Lehrkräfte durch Assistenzprogramme, Schulverwaltungs assistenten und Schulsozialarbeit
  • die bessere Beratung und Betreuung von Bewerberinnen und Bewerbern für den sächsischen Schuldienst,
  • die Stärkung von Schulen mit besonderen Bedarfen u.a. durch eine sozialindexbasierte Ressourcenzuweisung,
  • die Ermöglichung von Gemeinschaftsschulen,
  • den Ausbau von Ganztagsangeboten,
  • die Stärkung des Faches Gemeinschaftskunde oder
  • die dringend notwendige Gleichstellung von Ingenieurpädagog*innen mit Lehrkräften nach neuem Recht..

Dass weitere wichtige Ankündigungen von Vorbedingungen abhängig gemacht werden und die Lehrkräfte erneut auf die Zukunft vertröstet werden sollen, ist für die GEW jedoch inakzeptabel. Die Beschäftigten in den Schulen benötigen jetzt Entlastungen! Dazu ist es notwendig, dass die Verbesserungen im nächsten Doppelhaushalt umgesetzt werden. Dazu gehören

  • die Gewährung einerAnrechnungsstunde für Klassenleiterinnen und Klassenleiter,
  • die Senkung des Regelstundenmaßes,
  • die Reduzierung der Klassengrößen,
  • die Reduzierung der Anrechnung der Unterrichtsverpflichtung der Lehramtsanwärter*innen sowie
  • die umfassende Absicherung des Ergänzungsbereiches.

Nach der Regierungsbildung wird sich die GEW Sachsen deshalb intensiv dem Thema Arbeitszeit zuwenden. Detaillierte Informationen zum Koalitionsvertrag finden sich auf https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/wie-geht-die-koalition-auf-dringende-probleme-in-der-bildung-ein/