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Schuldienst

Info-Veranstaltungen zu Bewerbung und Einstellung in den Schuldienst 2019/2020

Bald nähert sich schon der Vorbereitungsdienst dem Ende zu. Ab dem 11. März können Bewerbungen für den Schuldienst über das Schulportal beim Sächsischen Landesamt für Schule und Bildung eingereicht werden (voraussichtlich bis 17.04.2019, siehe auch: www.lehrerbildung.sachsen.de/bewerber.html). Dabei gibt es natürlich viele Fragen, auf die wir als Bildungsgewerkschaft GEW viele Infos und Antworten aus der Praxis geben können.

Veranstaltungsbericht vom November 2016

Wie sieht der Schuldienst 2017 in Sachsen aus?
Diese Frage beschäftigt gerade vor allem die Lehrer*innen im Vorbereitungsdienst. Wie läuft die Bewerbung und das Einstellungsverfahren für den Schuldienst 2017 ab? Welches Gehalt wird gezahlt und welche Einsatzorte werden angeboten? Wie und wo soll das (aus GEW-Sicht ungenügende) Maßnahmenpaket wirken?

Anfang November organisierte die GEW jeweils drei Informationsveranstaltung mit Praktiker*innen der verschiedenen Schulformen in Leipzig und Dresden zum Schuldienst 2017. So erlebten z.B. in Dresden reichlich 40 angehende Grundschullehrer*innen eine sehr interessante Veranstaltung, auch unter Teilnahme der Landtagsabgeordneten, Patrick Schreiber (CDU) und Sabine Friedel (SPD).

Und der Ton war gleich sehr angespannt, denn das Maßnahmenpaket kommt bei den Grundschullehrkräften überhaupt nicht gut an. Sie haben überhaupt kein Verständnis mehr dafür, dass sie so viel schlechter bezahlt werden als in anderen Bundesländern und in anderen Schularten. Erst recht, wo der Bedarf an Grundschulen so hoch ist.

Juri Haas, Grundschullehrer in Dresden und stellvertretender Leiter der GEW-Landesrechtsschutzstelle, konnte viele Fragen zum Verfahren und der Arbeitsrealität an Schulen in Sachsen beantworten und die angekündigten Maßnahmen einem Faktencheck unterziehen. So würde die angekündigte Senkung der Pflichtstunden nur das Niveau der umliegenden Bundesländer erreichen. Auch die mögliche Gehaltserhöhung um bis zu zwei Gehaltsstufen in Mangelregionen kommt nicht das Einkommen in anderen Bundesländern heran. 

Die Mitglieder des Landtags verteidigten das Maßnahmenpaket, gaben aber auch zu verstehen, dass sie z.B. im Zuge der Einführung inklusiver Klassen keine Förderschullehrer*innen in den Grundschulen sehen. Auch wurden sie mit Berichten konfrontiert, dass Personalreferenten der Sächsischen Bildungsagentur den Bewerber*innen nur ein Angebot für genau eine Schule machten und landesweite Liste führten, um alternative Bewerbung und bessere Verhandlungen zu verhindern.

Moderiert vom stellvertretenden Landesvorsitzenden David Jugel, wurde so auch darüber beraten, wie sich die Aufwertung der Grundschullehrkräfte, mittels der aktuellen GEW-Kampagne für die Entgeltgruppe 13 oder einem eigenen Tarifvertrag zur Eingruppierung der Lehrkräfte in Sachsen, erreichen lässt. Nicht zuletzt wurde die Frage erörtert, ob und unter welchen Bedingungen Streik an den Grundschulen möglich ist und so die gemeinsame Teilnahme an der Protestkundgebung der darauffolgenden Woche geplant.

Ansprechpartner
Janis Klusmann
Referent Organisationsentwicklung/Jugend
Nonnenstraße 58
04229 Leipzig
0341 4947-409
0172 3761094