GEW Sachsen - Website https://www.gew-sachsen.de GEW Sachsen - Website de-DE GEW Sachsen - Website Tue, 23 Jan 2018 19:38:03 +0100 Tue, 23 Jan 2018 19:38:03 +0100 TYPO3 EXT:news news-13289 Tue, 23 Jan 2018 12:15:51 +0100 Miteinander statt von oben herab! https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/miteinander-statt-von-oben-herab/ GEW Sachsen: Keine Entscheidungen ohne Beteiligung der Betroffenen! Heutige Medienberichte erwecken den Eindruck, dass die CDU-Fraktion nunmehr eine Verbeamtung von jüngeren Lehrkräften als Lösungsweg gegen den Lehrermangel favorisiert. In den nächsten Tagen soll dazu ein Konsens innerhalb der Koalition hergestellt werden. Artikel Startseite Sachsen news-12144 Tue, 02 Jan 2018 10:54:00 +0100 Prüfung Schulrecht mit uns vorbereiten (Chemnitz) https://www.gew-sachsen.de/veranstaltungen/detailseite/vorbereitung-schulrechtspruefung-chemnitz/ Wir machen euch fit für die Schulrechtsprüfung! Artikel Sachsen Bezirksverband Chemnitz Kreisverband Chemnitz news-13156 Mon, 01 Jan 2018 14:25:00 +0100 Anmerkungen zum Beamtenstatus von Lehrkräften (Teil 2) https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/anmerkungen-zum-beamtenstatus-von-lehrkraeften-teil-2/ Wie in der E&W Sachsen 12 / 2017 angekündigt, wenden wir uns diesmal den finanziellen Konsequenzen einer Verbeamtung von Lehrkräften zu. Nach dem Beschluss der CDU-Fraktion vom Nikolaustag 2017 ist die Staatsregierung beauftragt, nur noch eine Verbeamtung neu einzustellender und aus anderen Bundesländern zurückkehrender Lehrkräfte zu prüfen. Deshalb wird hier auch nur auf eine entsprechende Konstellation eingegangen. Die Lehrämter im Sächsischen Besoldungsgesetz und die aktuelle Stellensituation

Dass es in Sachsen trotz des bisherigen Verzichtes auf eine Verbeamtung von Lehrkräften überhaupt Lehrer-Ämter im Landesbesoldungsgesetz gibt, die jetzt für eine Verbeamtung „genutzt“ werden können, ist der Eingruppierungssystematik der TdL für die nicht verbeamteten Lehrkräfte geschuldet. Sowohl die bis 2015 Anwendung findenden TdL-Richtlinien zur Lehrer-Eingruppierung, als auch der seit 2015 bundesweit geltende Eingruppierungs-Tarifvertrag (TV EntgO-L) knüpf(t)en bei den sog. „Erfüllern“1) an die Besoldung beamteter Lehrkräfte an. Damit diese Systematik in Sachsen für die Absolventen einer vollständigen Lehrerausbildung überhaupt funktioniert, musste der Gesetzgeber Ämter für Lehrkräfte im SächsBesG ausbringen – obwohl niemand in diesen Ämtern verbeamtet wurde. Der Freistaat Sachsen entschied sich – anders als die anderen östlichen Bundesländer –, nur für Lehramtsabsolventen nach neuem (bundesdeutschem bzw. sächsischem) Recht Ämter auszubringen. Für Lehrkräfte mit DDR-Lehrerausbildung regelte er die Eingruppierung in den Sächsischen Lehrer-Richtlinien, die jetzt als Abschnitt 6 der Entgeltordnung Lehrkräfte (Anlage zum TV EntgO-L) tarifiert sind. 

Mit der Reform des Dienstrechtes der sächsischen Beamten2)  wurde Ende 2013 auch die Lehrämterstruktur im Sächsischen Besoldungsgesetz verändert und in Umsetzung des Maßnahmenpaketes der Staatsregierung vom Oktober 2016 noch einmal ergänzt. Nunmehr gibt es drei „klassische“ sächsische  (Eingangs-)Lehrämter – Fachlehrer, Lehrer, Studienrat – mit unterschiedlichen Verwendungs-, Ausbildungs-  bzw. Funktionszusätzen:

Fachlehrer

  • mit abgeschlossener Ingenieur- oder Fachhochschulausbildung (A 11 / A 12)

Lehrer

  • mit der Befähigung für das Lehramt an Grundschulen bei einer entsprechenden Verwendung (A 12)
  • mit der Befähigung für das Lehramt an Oberschulen bei einer entsprechenden Verwendung (A 13)
  • mit der Befähigung für das Lehramt Sonderpädagogik bei einer entsprechenden Verwendung (A 13)
  • mit der Befähigung für das Lehramt an Grundschulen bei einer entsprechenden Verwendung und der ständigen Wahrnehmung der Funktion als Fachberater (A 13)
  • mit der Befähigung für das Lehramt an Oberschulen bei einer entsprechenden Verwendung und der ständigen Wahrnehmung der Funktion als Fachberater (A 14)
  • mit der Befähigung für das Lehramt Sonderpädagogik bei einer entsprechenden Verwendung und der ständigen Wahrnehmung der Funktion als Fachberater (A 14)

Studienrat

  • mit der Befähigung für das Lehramt an beruflichen Schulen bei einer entsprechenden Verwendung (A 13)
  • mit der Befähigung für das Lehramt an Gymnasien bei einer der jeweiligen Befähigung entsprechenden Verwendung (A 13).

In diesen Eingangsämtern könnten nunmehr neu eingestellte Lehrkräfte verbeamtet werden, wenn sie (neben der persönlichen Eignung) die dafür jeweils notwendigen Voraussetzungen erfüllen – also die jeweils erforderliche Befähigung besitzen und auch entsprechend verwendet werden. Allerdings  müssen auch entsprechende Haushaltsstellen vorhanden sein. Das ist im derzeit noch gültigen Doppelhaushalt 2017 / 2018 nicht der Fall.

In den Schulkapiteln des Kultushaushaltes 2018 gibt es nur rd. 1.400 Beamtenstellen, die mit den entsprechenden Amtsbezeichnungen für Schulleiter*innen (Rektoren) und stellvertretende Schulleiter*innen (Konrektoren) ausgebracht und dem entsprechend auch bewertet sind. Für Lehrkräfte müssten erst noch Beamtenstellen geschaffen bzw. jetzige Arbeitnehmerstellen entsprechend umgewandelt werden. Eine solche Änderung der Stellenpläne der Schulkapitel kann nur der Haushaltsgesetzgeber (Landtag) vornehmen. Sie ist auch mit finanziellen Konsequenzen verbunden, denn für die jeweils vergleichbaren Arbeitnehmer- und Beamtenstellen sind unterschiedlich Personalkostenpauschalen zu beachten. Darüber hinaus ist für jede Beamtenstelle auch eine Zuführung in den Generationenfonds3)  zu kalkulieren. 

Hier eine Beispielrechnung für das Haushaltsjahr 2018 (da die Haushaltsansätze für 2019 noch nicht bekannt sind):

Für die Grundschulen sind im aktuellen Doppelhaushalt für 2018 alle Lehrerstellen (5.666) als Arbeitnehmerstellen in E 11 TV-L ausgebracht.  Pro Stelle sind Personalkosten in Höhe von 68.400 € kalkuliert (Arbeitgeber-Brutto, einschl. AG-Anteil VBL). Würden 300 Stellen für neu einzustellende Lehrkräfte mit der Befähigung für das Lehramt an Grundschulen in Beamtenstellen der Besoldungsgruppe A 12 umgewandelt, sind pro Stelle zunächst nur 58.100 € Personalkosten (Arbeitgeber-Brutto) zu kalkulieren. Hinzu kommen aber die im Haushalt der Grundschulen gesondert ausgewiesenen Zuführungen an den Generationenfonds (aktuell nach § 1 GeFoZuVO 36 % der Brutto-Besoldung in A 12), so dass sich die Ausgaben pro A-12-Stelle auf rd. 79.000 € pro Jahr erhöhen. Die Umwandlung von nur 300 Stellen würde den Haushalt der Grundschulen in 2018 also mit rd. 3 Mio. € zusätzlich belasten. Rein haushaltsmäßig ist ein Beamter also keineswegs kostengünstiger als ein Arbeitnehmer.

Zur finanziellen Situation des einzelnen Beamten

Was sich haushaltsmäßig und damit vor allem für den Steuerzahler als Belastung darstellt, ist für den einzelnen Beamten natürlich finanziell sehr lukrativ. Bleiben wir bei unserem Beispiel eines Grundschullehrers:

Grundgehalt und Familienzuschlag

Neu in ein Beamtenverhältnis berufene ledige Grundschullehrer*innen würden – sofern sie gleich nach dem Vorbereitungsdienst beginnen – ab dem 01.08.2018 eine monatliche Bruttobesoldung von 3.523 € erhalten (A 12, Stufe 3 = Anfangsstufe). Diese Besoldung erhöht sich für verheiratete GSL um einen Familienzuschlag in Höhe von 138 €. Für das 1. und das 2. Kind kommen jeweils weitere 153 € hinzu, ab dem 3. Kind 402 €. Von der Bruttobesoldung zahlt der Beamte natürlich Steuern, jedoch keine Beiträge zur Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.  Als Ergänzung zur Beihilfe im Krankheits- und Pflegefall schließt der Beamte eine zusätzliche, i.d.R. private Kranken- und Pflegeversicherung ab, für deren Beitrag er allein aufkommt.

Ein Beförderungsamt für Grundschullehrkräfte gibt es nicht. (Ein Aufstieg ist nur bei ständiger Wahrnehmung der Funktion eines Fachberaters möglich oder bei dauerhafter Übertragung einer Schulleitungsfunktion.) Innerhalb der Besoldungsgruppe A 12 ist das Grundgehalt nach Stufen bemessen. Es steigt – wenn anforderungsgerechte Leistungen erbracht werden -  in regelmäßigen Zeitabständen bis zur fünften Stufe im Abstand von zwei Jahren, bis zur neunten Stufe im Abstand von drei Jahren und darüber hinaus im Abstand von vier Jahren. In der A 12 kann man die 12. und letzte Erfahrungsstufe somit nach 28 Dienstjahren erreichen. Die Differenz zwischen der Anfangs- und der Endstufe der A 12 beträgt derzeit 1.315 €. 

Beihilfe bei Krankheit

Im Krankheitsfall erhalten Beamte und ihre berücksichtigungsfähigen Angehörigen während der aktiven Dienstzeit und im Ruhestand Leistungen aus einer gesetzlich geregelten eigenständigen beamtenrechtlichen Krankenfürsorge4). Diese Beihilfen werden zu notwendigen Aufwendungen in Krankheits-, Pflege-, Geburts- und Todesfällen, bei Maßnahmen zur Früherkennung von Krankheiten, bei Schutzimpfungen etc. gezahlt. Sie decken jedoch nur einen Teil der Aufwendungen (mindestens 50 %, je nach Familiensituation bis zu 80 %), für den Rest muss der Beamte eine Krankenversicherung abschließen.

Ruhegehalt im Alter („Pension“)

Auch hierzu gibt es gesetzliche Regelungen, die die Bundesländer jeweils für ihre Landesbeamten erlassen.5) Das Ruhegehalt gehört zu den Versorgungsleistungen. Es wird auf der Basis der ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge und der ruhegehaltsfähigen Dienstzeit berechnet. Was jeweils dazu gehört, ist ebenfalls gesetzlich geregelt. Die derzeitige Regelaltersgrenze für den Eintritt in den Ruhestand ist für Beamte ab dem Jahrgang 1964 in Sachsen das 67. Lebensjahr. Wie in der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es für die Jahrgänge 1947 bis 1963 Übergangsregelungen. Lehrer an öffentlichen Schulen treten davon abweichend zum Ende des Schuljahres in den Ruhestand, in dem sie das um ein Jahr unter der jeweiligen Altersgrenze liegende Lebensjahr vollenden.

Das Ruhegehalt beträgt für jedes Jahr ruhegehaltfähiger Dienstzeit 1,79375 % der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge, die zuletzt zugestanden haben, insgesamt jedoch höchstens 71,75 % dieser Bezüge. Für einen Grundschullehrer – um bei unserem Beispiel zu bleiben – der 1990 verbeamtet wurde und im Jahre 2018 nach 28 Dienstjahren mit dem o.g. Endgrundgehalt + Ehezuschlag (Familienzuschlag Stufe 1) in den Ruhestand geht, würden sich somit rd. 2.500 € Ruhegehalt ergeben. Die Maximalversorgung – in diesem Beispiel rd. 3.570 € (auf Basis der Besoldungstabelle 2018) - würde erst nach 40 Dienstjahren erreicht. Die Mindestversorgung beträgt 35 % und wird bereits nach fünfjähriger ruhegehaltsfähiger Dienstzeit erreicht bzw. bei einer im Dienst entstandenen Dienstunfähigkeit gewährt. Für einen im Jahre 2013 in das Beamtenverhältnis eingetretenen verheirateten Grundschullehrer, der wegen eines Dienstunfalls bereits 2018 dienstunfähig wird, wären das z. B. rd. 1.400 € (35 % der Stufe 5 der A 12 + Familienzuschlag). Darüber hinaus gibt es umfangreiche und komplizierte gesetzliche Anrechnungs-, Zuerkennungs-, Erhöhungs- und Minderungsregelungen sowie Regelungen zur Hinterbliebenenversorgung, zu Unterhaltsleistungen, zur Unfallfürsorge …, die den Rahmen dieses Artikels sprengen würden. Wir werden dazu – sofern es erforderlich werden sollte – für unsere Mitglieder entsprechendes Informationsmaterial zur Verfügung stellen.

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Berufliche Bildung Schule Bildungsfinanzierung Tarif TV-L Beamte Artikel Tarifrunde Referat Tarif- und Beamtenpolitik E&W Sachsen
news-13133 Wed, 20 Dec 2017 13:12:52 +0100 Rückblick: 19. Erzieher*innentag in Bautzen https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/rueckblick-19-erzieherinnentag-in-bautzen/ Unter dem Motto „Bildung braucht Bindung“ fand am 11. November der diesjährige Fachtag für Erzieherinnen und Erzieher in Bautzen statt. An der Dr.-Gregor-Mättig-Grundschule versammelten sich an diesem Tag mehr als 150 Kolleginnen und Kollegen, um an einer der insgesamt zehn Arbeitsgruppen teilzunehmen und sich dabei sowohl weiterzubilden als auch mit anderen in den fachlichen Austausch zukommen. Bildungsbereiche Kita Artikel Sachsen Kreisverband Ostsachsen Kreisverband Görlitz-Niesky news-13105 Mon, 18 Dec 2017 14:40:52 +0100 Neuer Kultusminister ernannt https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/neuer-kultusminister-ernannt-1/ Am heutigen 18. Dezember 2017 wurde überraschend Christian Piwarz (CDU) zum neuen Kultusminister ernannt. Zur Übernahme dieses schwierigen Amtes gratuliert die GEW Sachsen recht herzlich und wünscht ihm alles Gute. Für die Umsetzung der folgenden 10 Schwerpunkte muss sich der nunmehr neunte Amtsinhaber seit 1990 dringend einsetzen: Artikel Startseite Sachsen news-13049 Wed, 13 Dec 2017 09:03:07 +0100 Fachforum: Gesund arbeiten in der Kita https://www.gew-sachsen.de/veranstaltungen/detailseite/gesund-arbeiten-in-der-kita/ Die gestiegenen Anforderungen an die pädagogischen Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen haben auch die Anforderungen an den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie die betriebliche Gesundheitsförderung verändert. Kita Gesundheit Artikel Referat Jugendhilfe/Sozialarbeit Sachsen Bezirksverband Dresden Kreisverband Dresden Kreisverband Ostsachsen Kreisverband Görlitz-Niesky Kreisverband Sächs. Schweiz-Osterzgebirge Kreisverband Riesa-Meißen-Großenhain news-12299 Mon, 11 Dec 2017 16:43:00 +0100 Adventsfahrt nach Naumburg https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/adventsfahrt-nach-naumburg/ Rückblick auf die Adventsfahrt 2017 Artikel Kreisverband Chemnitz news-13009 Fri, 08 Dec 2017 13:03:06 +0100 GEW Sachsen beteiligt sich nicht am Machtspiel um Lehrerverbeamtung https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-sachsen-beteiligt-sich-nicht-am-machtspiel-um-lehrerverbeamtung/ In den Schulen brennt es an allen Ecken und Enden. Dass die Personaldecke zu kurz und sehr löcherig ist, wissen alle davon Betroffenen – auch die in Sachsen dafür politisch Verantwortlichen. Statt jedoch mit Energie und Kreativität nach schnellen, aber auch länger tragfähigen Lösungen zu suchen, wird die Verbeamtung vom Kultusminister und einigen CDU-Politikern zum Allheilmittel erklärt und viel Kraft darauf verwendet, das Prestigeobjekt des Kollegen Haubitz durchzusetzen – und sei es auch nur in einer Minimalvariante für demnächst neu einzustellende Kolleg*innen. Das Verhandlungsangebot der GEW „Gemeinsam gegen den Lehrermangel – ohne Spaltung der Lehrerschaft“ wird mit Verweis auf die zunächst Priorität genießende Verbeamtungsfrage abgelehnt. O-Ton Frank Haubitz:

„Anders als die GEW Sachsen bin ich … davon überzeugt, dass es zu einer Verbeamtung der Lehrkräfte … keine ernstzunehmende Alternative gibt. (…)

Aus diesem Grunde bitte ich um Verständnis dafür, dass ich meine Anstrengungen zunächst auf dieses personalpolitische Vorhaben konzentrieren muss.“ (Antwort vom 01.12.17 auf das Gesprächsangebot der GEW vom 24.11.17)

Hier wird auf euren Rücken, liebe Kolleginnen und Kollegen, ein politisches Machtspiel ausgetragen, bei dem es längst nicht mehr um euren Schulalltag und den eurer Schüler*innen geht. Hier will jemand mit dem Kopf durch die Wand – ohne den Betroffenen und der Öffentlichkeit reinen Wein einzuschenken. So kann z. B. niemand ernsthaft glauben, dass nach einem Votum für den Beamtenstatus der zukünftigen Kolleg*innen – der neu anfangenden und der aus anderen Bundesländern zurückkehrenden -  noch ganz viel Geld für die „restlichen“ jetzt im Schuldienst tätigen rd. 30.000 Lehrer*innen zu Verfügung gestellt werden wird. Wer keine 500 Mio. € für die jährlichen Pensionsrückstellungen von ca. 7.000 verbeamtungsfähigen Kolleg*innen unterhalb der Altersgrenze von 47 Jahren bezahlen will, der öffnet auch keinen großen Zulagentopf für alle jetzt schon in Sachsen tätigen Lehrer*innen. Allein um eine monatliche (Brutto-)Zulage von 1.000 € zu finanzieren, müssten in diesen Topf jährlich rd. 400 Mio. € gesteckt werden – und damit ist noch keine einzige der ebenso dringenden Entlastungen (Klassenleiterstunde, Ausbildungspool etc.) bezahlt. 

Die GEW Sachsen warnt vor Augenauswischerei. Das hat nichts mit „Spielverderberei“ zu tun, wie uns einige Kolleg*innen unterstellen. Wir sehen nur, dass die jetzt laufende Diskussion um den Beamtenstatus für eine Minderheit den berechtigten Interessen der Mehrheit der sächsischen Lehrer*innen und sozialpädagogischen Fachkräfte in den Schulen nicht annähernd gerecht wird – und wir sind kein Standesverband, sondern eine Gewerkschaft für die Beschäftigten in allen Schularten. Deren Interessen zu vertreten, ist unser Satzungsauftrag – nicht „das Mäntelchen in den Wind zu hängen“. Wenn SLV und PVS nach dem merkwürdigen Beschluss der CDU-Fraktion,  für die nächsten fünf Jahre auch eine Verbeamtung neu eingestellter und rückkehrwilliger Lehrkräfte zu prüfen,  behaupten, sie kämpften nun weiter für den Beamtenstatus für ALLE Lehrkräfte, dann ist das pure Heuchelei. ALLE – das sind 30.000, von denen bereits 23.000 die Altersgrenze für eine Verbeamtung überschritten haben. Lasst euch nicht für dumm verkaufen, liebe Kolleg*innen.

Den Lehrermangel zu beseitigen, ist keine Statusfrage, sondern eine Frage der Attraktivität des Lehrerberufes in Sachsen insgesamt – und dazu gehört deutlich mehr als eine Ernennungsurkunde zum Staatsdiener auf Lebenszeit, über den der Dienstherr nach Belieben verfügen kann.

Noch gibt es die Chance für Lösungen, die die Mehrheit der Kolleg*innen neu motivieren statt eine Minderheit zu privilegieren. Daran will die GEW mitwirken – und dafür haben wir (bereits in den abgebrochenen Verhandlungen 2016) gute Vorschläge unterbreitet, die nach wie vor umsetzbar sind. Damals war dafür angeblich nicht genug Geld vorhanden. Tatsächlich muss sehr viel Geld ausgegeben werden. Wir wollen dieses Geld in Motivation und Entlastung aller Kolleg*innen investieren – der jungen und der älteren, der neu anfangenden und der bereits tätigen, der ihrer Ausbildung entsprechend und der schulartfremd eingesetzten, der vollzeit- und der teilzeitbeschäftigten,  der mit alten und mit neuen Abschlüssen, der vollständig und der unvollständig ausgebildeten …  Und wir wollen mehr und nicht weniger Gerechtigkeit bei der Vergütung.

Dafür sind und bleiben wir gesprächs- und verhandlungsbereit.

Eine Unterstützung für die Fortschreibung oder gar Vertiefung der Ungerechtigkeiten in den Lehrerzimmern und zwischen den Schularten wird es von der GEW Sachsen nicht geben.

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Schule Tarif TV-L Beamte Artikel Startseite Tarifrunde Referat Tarif- und Beamtenpolitik Sachsen
news-12843 Fri, 08 Dec 2017 11:56:00 +0100 Einstiegsseminar „Teilzeit, Versetzung, Abordnung, Arbeitszeit, Mehrarbeit“ https://www.gew-sachsen.de/veranstaltungen/detailseite/einstiegsseminar-teilzeit-versetzung-abordnung-arbeitszeit-mehrarbeit/ Bitte beachten: Ortsänderung Aufgrund der hohen Nachfrage findet die Veranstaltung am 12. Januar 2018 im Volkshaus, Schützenplatz 14 statt. Bis zum 31.01.2018 müssen die Anträge für Teilzeit, Versetzung und Abordnung im Schuljahr 2018/19 gestellt werden. Immer wieder erreichen uns hierzu Fragen. Als Bezirksverband Dresden bieten wir daher allen Vertrauenspersonen und interessierten Mitgliedern die Möglichkeit, sich Wissen hierzu anzueignen bzw. aufzufrischen. Weiterhin möchten wir über die Neuregelungen zur Mehrarbeit informieren. Bildungsbereiche Schule Artikel SN sonstige Kategorien (nicht direkt verwenden) LAK Grundschulen Sachsen Bezirksverband Dresden Kreisverband Dresden Kreisverband Ostsachsen Kreisverband Görlitz-Niesky Kreisverband Sächs. Schweiz-Osterzgebirge Kreisverband Riesa-Meißen-Großenhain news-12969 Mon, 04 Dec 2017 13:09:42 +0100 Das glaubt doch niemand? Wir schon! https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/das-glaubt-doch-niemand-wir-schon/ Das Referat Hochschule und Forschung (HuF) der GEW Sachsen hat etwas vor und braucht Eure Hilfe. Liebe Kolleg*innen in der GEW,

trotz Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG), Rahmenkodex und weiterer wenig verbindlicher Selbstverpflichtungen geht die Misere im Hochschulbereich weiter, Veränderungen bleiben kosmetischer Natur. Und auch wenn in regelmäßigen Abständen in verschiedenen Medien über die Probleme berichtet wird, so bleiben sie doch für eine breitere Öffentlichkeit abstrakt. Wir möchten Euch deshalb um Eure Hilfe bitten.

Um mit möglichst großem Vorlauf und größtmöglicher Resonanz Einfluss auf die nächsten Landtagswahlen 2019 in Sachsen und zuvor die Wahlprogramme der verschiedenen Parteien zu nehmen, planen wir eine Kampagne, die die strukturellen Probleme benennt und erklärt sowie anhand konkreter Geschichten von Menschen aus dem Hochschulbereich (im weitesten Sinne) plastisch macht. Dafür brauchen wir möglichst viele, möglichst anschauliche Geschichten:

  • aus dem Lehr- und Studienalltag oder aus der Verwaltung
  • über abenteuerliche Arbeitsvertragskonstellationen und -historien
  • über absurde oder typische Situationen
  • über Konflikte oder Solidarität
  • und vieles mehr

Und hier kommt Ihr ins Spiel. Ihr könnt uns Eure Geschichten per Mail schicken oder uns einen Brief schreiben. Fragt auch Kolleg*innen und/oder Studierende, die nicht in der GEW sind. Leitet diesen gern an viele Menschen weiter.

Es dankt und grüßt herzlich
Euer Referat Hochschule und Forschung (HuF)


Antworten bitte an:
    
GEW Sachsen
Referat Hochschule und Forschung
Cottaer Straße 4
01159 Dresden
info@wissenschaft-gew-sachsen.de

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Studium Wissenschaft Gute Arbeit Artikel Referat Hochschule und Forschung Hochschulpolitik Sachsen Bereich Hochschule und Forschung
news-13155 Fri, 01 Dec 2017 14:05:00 +0100 Anmerkungen zum Beamtenstatus von Lehrkräften (Teil 1) https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/anmerkungen-zum-beamtenstatus-von-lehrkraeften-teil-1/ Verbeamtung von Lehrern bisher kein Thema in Sachsen – nun aber doch? Warum werden Lehrer in den meisten Bundesländern (noch) verbeamtet?

Der bisherige Bundesvorsitzende des Beamtenbundes sagt es in einem seiner Abschiedsinterviews ganz ehrlich:

„… Lehrer sollten überall den Beamtenstatus haben, das schützt vor Abwanderung in andere Bundesländer und vor Arbeitskämpfen an Schulen.“ (dbb-Chef Klaus Dauderstädt am 14.10.2017 in einem Interview der NOZ).

Das sind letztlich die wahren Motive, warum die meisten Bundesländer am Beamtenstatus ihrer Lehrkräfte festhalten oder ihn aktuell wieder einführen. Treue und brave Staatsdiener in den Schulen zu haben, ist (aktuell)politisch offensichtlich ein so hohes Gut, dass die langfristig negativen Folgen für die Länderhaushalte immer noch in Kauf genommen oder verdrängt werden.

Vor allem das in Deutschland lange Zeit unumstrittene Streikverbot für Beamte wollen die öffentlichen Arbeitgeber um jeden Preis verteidigen. Ob ihnen das gelingt, werden wir schon sehr bald erfahren: Nach mehrjährigem Weg durch die Instanzen stehen nun die ersten Verfahren gegen das Streikverbot für beamtete Lehrer auf der Tagesordnung des Bundesverfassungsgerichtes. Am 17. Januar findet in Karlsruhe die mündliche Verhandlung zu vier Verfassungsbeschwerden von Lehrkräften aus Niedersachsen, NRW und Schleswig-Holstein statt, die sich gegen das Streikverbot für Beamte richten (PM des BVerfG Nr. 91/2017 vom 19.10.2017). Sie stehen stellvertretend für rund 10 000 verbeamtete Lehrkräfte, die in den Jahren 2009 bis 2015 in ihren Bundesländern Streikaufrufen der GEW gefolgt sind und sich gegen Disziplinarmaßnahmen, die deswegen gegen sie verhängt wurden, zur Wehr gesetzt haben. Nachdem die Oberverwaltungsgerichte der Länder weitgehend an der bisherigen Rechtsprechung zum Streikverbot für Beamte festhielten, gab das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) der Nichtzulassungsbeschwerde der GEW statt. Im Februar 2014 stellte es in Leipzig (in der Verhandlung des Verfahrens einer Kollegin aus NRW) fest, dass es einen offensichtlichen Widerspruch zwischen dem für Deutschland bindenden internationalen Recht (EMRK) und dem nationalen Verfassungsrecht gebe. Diesen Widerspruch könne nur der Gesetzgeber auflösen. Bis dahin gelte das Beamtenstreikverbot fort. Die Bundesregierung wiederum erklärte, sie wolle dem Bundesverfassungsgericht nicht vorgreifen. Mehr dazu im unter [1].   

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Berufliche Bildung Schule Bildungsfinanzierung Tarif TV-L Beamte Artikel Referat Tarif- und Beamtenpolitik E&W Sachsen
news-12904 Fri, 24 Nov 2017 12:05:04 +0100 Gemeinsam gegen den Lehrermangel – ohne Spaltung der Lehrerschaft https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gemeinsam-gegen-den-lehrermangel-ohne-spaltung-der-lehrerschaft/ GEW Sachsen unterbreitet dem Finanzminister und dem Kultusminister Gesprächsangebot Bildungsbereiche Schule Artikel SN sonstige Kategorien (nicht direkt verwenden) Startseite Sachsen news-12847 Fri, 17 Nov 2017 13:24:34 +0100 Mehr als 1.000 gute Gründe für den Kultusminister https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/mehr-als-1000-gute-gruende-fuer-den-kultusminister/ Im Rahmen unserer bundesweiten Kampagne "JA13 - Weil Grundschullehrer*innen es verdienen!" haben wir dem neuen Kultusminister, Frank Haubitz, mehr als 1.400 "Fiktive Anträge auf Höhergruppierung in die EG13" von Kolleg*innen an den Grundschulen überreicht. Bildungsbereiche Schule Thema Gute Arbeit Gleichstellung Artikel SN sonstige Kategorien (nicht direkt verwenden) Startseite Sachsen Bezirksverband Dresden Kreisverband Dresden Kreisverband Ostsachsen Kreisverband Görlitz-Niesky Kreisverband Sächs. Schweiz-Osterzgebirge Kreisverband Riesa-Meißen-Großenhain news-12848 Fri, 17 Nov 2017 10:59:51 +0100 Keine Lehrer*innen im Vorbereitungsdienst von Zuschlagszahlung ausgeschlossen! https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/keine-lehrerinnen-im-vorbereitungsdienst-von-zuschlagszahlung-ausgeschlossen-1/ Die GEW hat sich über viele Jahre für eine bessere Bezahlung der Lehrer*innen im Vorbereitungsdienst eingesetzt. Ein erster Schritt wurde im Juli 2017 mit der im Maßnahmenpaket der Sächsischen Staatsregierung festgelegten Zuschlagszahlung für die Lehrer*innen im Vorbereitungsdienst umgesetzt. Schule LehrerInnenbildung Artikel AG Junge GEW Vorbereitungsdienst Infoblätter Sachsen news-12837 Thu, 16 Nov 2017 15:21:42 +0100 Infoveranstaltungen zur Promotion https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/infoveranstaltungen-zur-promotion/ Die GEW informiert euch mit einer Veranstaltungsreihe in Chemnitz, Leipzig und Dresden rund um das Thema Promotion. Studium Artikel Referat Hochschule und Forschung LASS Sachsen Bereich Hochschule und Forschung Kreisverband Hochschule und Forschung Dresden Kreisverband Hochschule und Forschung Leipzig Kreisverband Hochschule und Forschung Chemnitz news-12816 Wed, 15 Nov 2017 15:02:10 +0100 Flyeraktion vor dem SMK/SMF https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/flyeraktion-vor-dem-smksmf/ Aktion im Rahmen der Kampagne "JA13 - Weil Grundschullehrer*innen es verdienen!" Bildungsbereiche Schule Thema Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Tarif Artikel SN sonstige Kategorien (nicht direkt verwenden) Startseite Sachsen news-12812 Wed, 15 Nov 2017 11:47:55 +0100 „Plan E“ enthält Altbekanntes und noch viel heiße Luft https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/plan-e-enthaelt-altbekanntes-und-noch-viel-heisse-luft/ Eine erste kurze Bewertung der heute verkündeten Vorschläge des Kulturministers. Bildungsbereiche Schule Thema Artikel SN sonstige Kategorien (nicht direkt verwenden) Startseite Sachsen news-12802 Tue, 14 Nov 2017 14:13:55 +0100 Bundesweite GEW-Initiative JA13 - Weil Grundschullehrer*innen es verdienen! https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/bundesweite-gew-initiative-ja13-weil-grundschullehrerinnen-es-verdienen/ Es kann nicht sein, dass Grundschullehrkräfte weniger verdienen als ihre Kolleg*innen an den anderen Schularten. Das muss dringend verbessert werden. Deshalb beteiligt sich die GEW Sachsen an einer bundesweiten GEW-Kampagne. Macht mit, helft und unterstützt. Wir werden in dieser Woche auf jeden Fall an der einen oder anderen Stelle deutlich zu sehen sein. Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in den kommenden zwei Wochen finden bundesweit zahlreiche Aktionen zur Durchsetzung einer besseren Vergütung von Lehrkräften an Grundschulen statt. Die GEW Sachsen beteiligt sich engagiert und auf vielfältige Art daran. Die Motivation der Lehrer*innen an Grundschulen und damit ihr hoher persönlicher Einsatz für die ihnen anvertrauten Kinder werden sich nur erhalten lassen, wenn die Bezahlung künftig gerechter erfolgt - davon sind wir überzeugt.

Attraktivere Arbeitsbedingungen sind außerdem der Schlüssel für die Bekämpfung des Lehrermangels. Sie könnten auch dazu beitragen, den fehlenden Nachwuchs für Schulleitungsstellen zu finden, denn selbstverständlich würde die Grundeingruppierung der Lehrkräfte an Grundschulen in die Entgeltgruppe 13 auch Verbesserungen bei den Schulleitungen nach sich ziehen.

Sie kennen die Situation vor Ort genau. Ihnen ist bekannt, wie groß die Empörung im Sommer dieses Jahres war, als das Sächsische Kultusministerium seinen Plan Gymnasiallehrer*innen an den Grundschulen höher zu vergüten als die für diese Schulart ausgebildeten Kolleg*innen.

Deshalb bitten wir Sie, die Verteilung von Elternbriefen der GEW Sachsen zu unterstützen, die wir an unsere Mitglieder zur Weiterleitung übersandt haben.

Der guten Ordnung halber haben wir den Direktor der Bildungsagentur über dieses Vorhaben informiert und ihn gebeten, eventuelle Fragen der Regionalstellen zu beantworten.

Vielen Dank und herzliche Grüße

Ihre GEW Sachsen

Material:

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Schule Bildung weiter denken Bildungsgerechtigkeit LehrerInnenbildung Tarif TV-L Artikel Startseite Sachsen
news-10451 Thu, 09 Nov 2017 10:56:00 +0100 Willkommen im Vorbereitungsdienst (Chemnitz) https://www.gew-sachsen.de/veranstaltungen/detailseite/willkommen-im-vorbereitungsdienst-chemnitz/ Willkommensveranstaltung für alle LehrerInnen im Vorbereitungsdienst am 18.01.2018 Artikel Sachsen Bezirksverband Chemnitz Kreisverband Chemnitz news-12311 Wed, 08 Nov 2017 18:13:00 +0100 Landesaktionsplan zur Akzeptanz... https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/landesaktionsplan-zur-akzeptanz/ Mit dem »Aktionsplan zur Akzeptanz der Vielfalt von Lebensentwürfen« stellt die Sächsische Staatsregierung die Weichen für eine gezielte Bekämpfung von Diskriminierung und für die Akzeptanz vielfältiger Lebensentwürfe in Sachsen. (Dresden, 21. September) Heute hat die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, den Landesaktionsplan zur Akzeptanz der Vielfalt von Lebensentwürfen (LAP Vielfalt) vorgestellt sowie den Landesbeauftragten für die Belange von LSBTTIQ (Abkürzung steht für Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Transsexuell, Transident, Intersexuell und Queer) berufen. Dieser ist Frank-Peter Wieth.

Juni 2017: Sachsen tritt „Koalition gegen Diskriminierung“ bei

„Die Koalition gegen Diskriminierung ist Teil der bundesweiten Offensive für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft, die die Antidiskriminierungsstelle des Bundes im Februar 2011 gestartet hat. Ziel des Projekts ist es, Länder und Kommunen als Partner für die Offensive für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft zu gewinnen und sich gemeinsam mit ihnen gegen Benachteiligungen von Menschen starkzumachen. Die teilnehmenden Partner verpflichten sich, dem Diskriminierungsschutz größere Aufmerksamkeit zu widmen und diesen als politische Aufgabe zu verankern. Der Freistaat Sachsen ist das elfte Bundesland, das beitritt.“

https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/211717

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Gleichstellung Artikel Referat Antidiskriminierung, Migration & Internationales AG Gleichstellung AG Inklusion AG LSBTI* LASS Sachsen
news-12769 Wed, 08 Nov 2017 16:12:59 +0100 Anerkennung eines dritten Geschlechts http://www.queer.de/detail.php?article_id=30052 Das Bundesverfassungsgericht urteilte: Intersexuelle Menschen können sich auf das Grundgesetz berufen, um in offiziellen Dokumenten weder als männlich noch weiblich anerkannt zu werden. Artikel AG LSBTI* Sachsen news-12760 Wed, 08 Nov 2017 11:10:08 +0100 Fachtag: 08. Dezember 2017 „Lesbisch, schwul, bisexuell, Trans* und Inter* in Sachsen.“ http://www.queeres-netzwerk-sachsen.de/08-dezember-2017-fachtag-lesbisch-schwul-bisexuell-trans-und-inter-in-sachsen/ Wir werben für eine Veranstaltung der Landesarbeitsgemeinschaft Queeres Netzwerk Sachsen. Interessierten Erzieher_innen, Lehrer_innen und Pädagog_innen empfehlen wir, sich wegen dieser Fortbildung direkt an den_die Dienstellenleiter_in zu wenden. Artikel AG Gleichstellung AG LSBTI* LASS Sachsen news-12451 Tue, 07 Nov 2017 12:47:00 +0100 25. Fachtag für pädagogische Fachkräfte in Dresden https://www.gew-sachsen.de/veranstaltungen/detailseite/25-fachtag-fuer-paedagogische-fachkraefte-in-dresden/ Am 18. November 2017 findet unter dem Motto "Bildung. Weiter denken!" der 25. Fachtag für pädagogische Fachkräfte der GEW in Dresden an der Evangelischen Hochschule statt. Bildungsbereiche Schulsozialarbeit Kita Thema Artikel Referat Jugendhilfe/Sozialarbeit Sachsen Bezirksverband Dresden Kreisverband Dresden Kreisverband Ostsachsen Kreisverband Görlitz-Niesky Kreisverband Sächs. Schweiz-Osterzgebirge Kreisverband Riesa-Meißen-Großenhain news-9174 Tue, 07 Nov 2017 11:46:00 +0100 Treffen der Vertrauensleute und GEW-Personalräte (Gymn. der KV DD, SOE und RMG) https://www.gew-sachsen.de/veranstaltungen/detailseite/treffen-der-vertrauensleute-und-gew-personalraete-der-gymnasien/ Am 22. März 2018 treffen sich die Kolleginnen und Kollegen mit Mitgliedern des Lehrer-Bezirkspersonalrats und der drei Kreisverbände. Vertreter des Landesvorstandes sind eingeladen. Artikel Sachsen Kreisverband Dresden Kreisverband Sächs. Schweiz-Osterzgebirge Kreisverband Riesa-Meißen-Großenhain news-12687 Fri, 27 Oct 2017 13:11:21 +0200 1 Jahr "Maßnahmenpaket" des SMK https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/1-jahr-massnahmenpaket-des-smk/ Aus Sicht der GEW Sachsen war das Maßnahmenpaket nie geeignet, den Lehrerbedarf in Sachsen sicherzustellen. Komplexität und Dimension der Personalprobleme im Schulbereich erfordern deutlich weitergehende Maßnahmen. Schule Artikel Startseite Sachsen news-12701 Wed, 25 Oct 2017 13:22:00 +0200 Stellungnahme zum Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/stellungnahme-zum-landesaktionsplan-zur-umsetzung-der-un-brk/ Der Landesvorstand der GEW Sachsen hat am 25. Oktober eine Stellungnahme zum Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK, Teil Hochschulen, beschlossen. Studium Wissenschaft Inklusion Artikel LV-Sitzungen 2017 AG Inklusion Referat Hochschule und Forschung LASS Hochschulpolitik Sachsen news-12700 Wed, 25 Oct 2017 13:17:00 +0200 Stellungnahme zum Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK, Teil Hochschulen https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/stellungnahme-zum-landesaktionsplan-zur-umsetzung-der-un-brk-teil-hochschulen/ Die GEW Sachsen nimmt zum „Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK)“ Version 1.0, Abschnitt 45.3 „Hochschulen, Berufsakademie, Studentenwerke, Forschungseinrichtungen“ wie folgt Stellung:

 

Vorbemerkungen:

 Mit dem entsprechenden Beschluss des Gewerkschaftstags der GEW Sachsen 2015 hatte sich die GEW Sachsen bereits zur „Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention an sächsischen Hochschulen und Studienakademien“ positioniert. Insofern ist dieser Beschluss eine Grundlage auch für die Einschätzung des Aktionsplans der Staatsregierung für diesen Bereich.

 Ein Kernproblem ist aus Sicht der GEW, dass die Finanzierung bei den meisten Maßnahmen offen bleibt. Formulierungen wie „Kosten: aus dem laufenden Haushalt“ oder „Kosten: im Rahmen verfügbarer Haushaltsmittel“ schränken viele ansonsten positive Ansätze erheblich ein.

 

Zu den im Abschnitt 5.3 enthaltenen Punkten positioniert sich die GEW Sachsen wie folgt:

Die in 5.3.3 angekündigte Erarbeitung eines Gesamtkonzepts zur Umsetzung der UN-BRK an den sächsischen Hochschulen einschließlich des Themas „Bauliche Barrierefreiheit“ auf der Basis der vorliegenden Studie Inklusion an Hochschulen“ wird begrüßt, ebenso die Erstellung eines speziellen Handlungskonzepts für die landesfinanzierten Forschungseinrichtungen.

Auch die bessere Koordinierung der Angebote für Studierende mit Behinderungen entspricht einer Forderung der GEW.

Die GEW Sachsen tritt für die gesetzliche Festschreibung der/des Beauftragten für die Belange behinderter Studierender ein. Hier wird zumindest formuliert, dass dies „derzeit in der Diskussion“ sei (5.3) und bei der nächsten Novelle des SächsHSFG geprüft werden soll.

Die GEW schlägt in o.g. Beschluss Zentren an den Hochschulen vor, „die den Studierenden mit Beeinträchtigung besondere individuelle Hilfsangebote unterbreiten“. Hierzu heißt es: „Ein Baustein kann die Schaffung zentraler Einrichtungen an den Hochschulen zur praktischen Unterstützung von Studierenden mit Behinderungen sein.“ (5.3.3)

Zu begrüßen ist, dass in 5.3.5.2 die „Unterstützung der Entwicklung von Aktionsplänen der Hochschulen und Studentenwerke zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention“ angekündigt wird.

Mit der Einbeziehung von Themen der Inklusion in die hochschuldidaktische Fortbildung wird ebenfalls eine GEW-Forderung aufgegriffen.

Die Formulierungen zur Barrierefreiheit (5.3.5.3) bleiben sehr schwach. – Das SMWK hat alle Hochschulen mit einer Analyse beauftragt, deren Ergebnisse hoffentlich zu konkreten Maßnahmen führen werden. In o.g. Beschluss fordert die GEW Sachsen eine umfassende bauliche Barrierefreiheit.

Bei Neubauten muss bereits in der Ausschreibung auf Barrierefreiheit hingewiesen werden.

Eine der wenigen mit konkreten Finanzzusagen verknüpften Maßnahmen stellt die unter 5.3.5.4 angekündigte Absicherung eines „kontinuierlichen Budgets für Inklusionsmaßnahmen an Hochschulen“ dar. Die hier angegebenen 2 Millionen Euro pro Jahr sind jedoch wenig angesichts der Bandbreite an erforderlichen Maßnahmen und dürften dafür bei weitem nicht ausreichen.

Zum „Aufbau eines Pools für technische Hilfsmittel“ (5.3.5.4) müssen Fördermittel bereitgestellt werden. Dies ist nicht allein wie im Landesaktionsplan angegeben „aus den laufenden Budgets der Hochschulen“ zu finanzieren.

Es fehlen Angebote zur Prävention.

 

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass eine Reihe begrüßenswerter Vorschläge unterbreitet wird. Diese Vorschläge werden jedoch durch das eingangs benannte Finanzierungsproblem umgehend wieder in Frage gestellt.

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Studium Wissenschaft Inklusion Beschluss Landesvorstand Sachsen
news-12603 Tue, 17 Oct 2017 14:50:13 +0200 Fortbildung der AJuM Sachsen zur Kinder- und Jugendliteratur aus der DDR für den Deutschunterricht https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/fortbildung-der-ajum-sachsen-zur-kinder-und-jugendliteratur-aus-der-ddr-fuer-den-deutschunterricht/ Die Landesstelle der AG Jugendliteratur und Medien lud zu einem Seminar mit Prof. Karin Richter in Leipzig, zu dem am 16. September 20 Mitglieder und Interessenten kamen. Bildungsbereiche Schule Artikel Referat Schulische Bildung Sachsen news-12558 Tue, 10 Oct 2017 17:06:08 +0200 Schlag nach... https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/schlag-nach/ Geschlechtersensibilität hält vielleicht bald Einzug in das Regelwerk. Artikel AG LSBTI* Sachsen news-12374 Sun, 01 Oct 2017 03:42:00 +0200 Endlich in die Praxis? Der Vorbereitungsdienst in Sachsen https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/endlich-in-die-praxis-der-vorbereitungsdienst-in-sachsen/ Wie erleben Lehrer*innen im Vorbereitungsdienst ihre Ausbildung? Im Interview mit der Jungen GEW blicken Mandy und Nadine zurück und berichten von ihren Eindrücken. Muss das aus deiner Sicht so sein?

Nadine: Das Problem ist, dass man es ja irgendwann tun muss. Entweder man lernt bereits im Studium mehr zur konkreten Unterrichtsplanung, den Lehrwerken, der Erstellung von Tests und Klassenarbeiten oder man muss es im Ref machen. Die Zeit scheint immer zu knapp. Ich denke, man sollte eher lernen, sich besser zu organisieren und untereinander auszutauschen - und zwar nicht informell, wie viele das bereits tun, sondern ganz formell und geplant. Außerdem ist das Stundenmaß zu schnell zu hoch.

Wie habt ihr die Zusammenarbeit mit euren Mentoren erlebt?

Nadine: Das war super. Sehr bereichernd und wirklich eine Unterstützung. Leider kenne ich jedoch auch einige, die weniger Glück hatten.

Mandy: Ich gehöre unter meinen Bekannten ebenfalls zu denen mit mehr Glück. Mit meiner Mentorin hatte ich eine Person an meiner Seite, die sehr strukturiert und effizient den Unterrichtsalltag gestaltete. Darüber hinaus sah sie mich als gleichberechtigte Partnerin in ihrer Klasse an und nach Unterrichtsbeobachtungen erhielt ich von ihr immer konstruktives Feedback. Jetzt, da ich eine eigene erste Klasse führe, merke ich nochmal mehr, wie sehr mir meine Mentorin geholfen hat.

Wie schätzt ihr die Ausbildung an der SBA ein? Hat sie euch bei der Unterrichtspraxis geholfen?

Mandy: Unsere Dozent*innen waren wirklich klasse. In Unterrichtsbesuchen hoben sie unsere Stärken hervor und halfen uns die Schwächen abzubauen. Diese Besuche empfand ich als sehr hilfreich. Hinzu kamen die Seminarveranstaltungen jeden Mittwoch, in denen der Austausch unter uns angehenden Lehrkräften einen hohen Stellenwert hatte. Zudem haben wir aber durch den Methodenreichtum und Erfahrungen der Dozent*innen viel gelernt und für unsere berufliche Zukunft mitgenommen. Tipps, Tricks und Kniffe konnte ich sofort im Unterricht ausprobieren und anwenden. Ein Wunsch, der offen blieb, war die Hospitation bei unseren Dozent*innen selbst. Außerdem hätten wir gern mehr als nur einmal die Möglichkeit gehabt, uns gegenseitig zu hospitieren, um andere Schulen und deren Unterrichtspraxis kennenzulernen.

Nadine: Dann hattest du wirklich Glück, denn die Ausbildung an der SBA ist ebenfalls sehr abhängig von den jeweiligen Ausbilder*innen. Mir persönlich hat das Seminar eher wenig geholfen, obwohl es trotzdem schön war, andere Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst zu treffen und sich austauschen zu können.

Derzeit arbeitet ihr beide in Sachsen. Seht ihr hier auch eure künftige Arbeitsstätte?

Mandy: Ich habe mittelfristig nicht vor, aus Sachsen wegzugehen. Meine Familie ist im Raum Leipzig zu Hause und ich habe mich nach knapp zwei Jahren in Dresden langsam eingelebt und fühle mich wohl. Zudem wurde zu Schuljahresbeginn mein Wunsch erfüllt, an einer neu eröffneten Grundschule zu unterrichten. Diese persönlichen Bedürfnisse nehmen einen hohen Stellenwert bei mir ein. Definitiv ist Sachsen für mich aber kein Bundesland, in dem mir der Beruf als Lehrerin attraktiv erscheint und auch nicht dafür gesorgt wird, dass er attraktiver wird.

Nadine: Ich bleibe auch erstmal hier. Ein erneuter Umzug nach einem Jahr wäre zu stressig und die Schule, an der ich jetzt arbeite, hält erstmal genug Herausforderungen bereit. Leider habe ich ein bisschen Angst, dass Sachsen sich nicht innovationsbereit zeigen wird und ich mir die Veränderung, die an vielen Stellen so dringend nötig wäre, an anderer Stelle suchen muss.

Was wäre aus eurer Sicht die drängendste Änderung beim Vorbereitungsdienst?

Nadine: Der Vorbereitungsdienst sollte entschlackt werden, dafür aber auch nach den Prüfungen fortlaufen. Ich finde es schon wichtig, dass man nach einem Jahr weiß, dass man bestanden hat und wenigstens dieser Druck weg ist. Aber der Lernprozess hält ja mindestens noch 5 - 8 Jahre und eigentlich über den gesamten Berufsweg hinweg an. Es sollte ein viel größerer Schwerpunkt auf Weiterbildung, gegenseitiges Coaching und den Austausch untereinander gelegt werden. Dafür ist aber wenig Zeit und es interessiert auch keinen - entweder man macht es freiwillig in der Freizeit oder es wird sich nichts weiterentwickeln.

Mandy: Ich denke, dass die Lehrer*innen im Vorbereitungsdienst über die Ausbildungsstätte der SBA hinaus geschätzt werden sollten. Wir als angehende Lehrkräfte sind die dringend gebrauchten Nachwuchskräfte im Schulwesen, denen ebenso Anerkennung und Würdigung gebührt. Leider habe ich das in meinem Vorbereitungsdienst nicht erfahren. Der Wegfall der feierlichen Zeugnisübergabe ist dabei nur ein Beispiel für die fehlende Anerkennung.

Und abschließend: Welchen Tipp wollt ihr angehenden LiV mitgeben?

Nadine: Macht euch immer wieder bewusst, dass es auf jeden Fall machbar ist und behaltet die Freude an eurem Fach und den Kindern!

Mandy: Seid neugierig und fragt viel, arbeitet und haltet zusammen, seid selbstbewusst und erhaltet euch Freiräume, in denen ihr Spaß habt und abschalten könnt!

Wir danken euch ganz herzlich für das Interview!

Das Interview führten für die Junge GEW: Paul Fietz & Burkhard Naumann

Du möchtest uns deine Eindrücke vom Vorbereitungsdienst schicken? Dann schreib uns einen Leser*innenbrief. In der Dezember-Ausgabe der E&W Sachsen möchten wir weitere Eindrücke veröffentlichen.

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