GEW Sachsen
Du bist hier:

Kita-Petition Sächsische Erzieher*innen und Eltern wollen bessere Bedingungen in Kitas und Horten

Nachdem erst kürzlich eine Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung die schlechte Personalausstattung in sächsischen Kindertageseinrichtungen bemängelt hat, haben sich nun auch mehr als 16.000 Sachsen für mehr Personal in Kitas und Horten ausgesprochen.

18.11.2021

Bei einer von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Sachsen initiierten Petition gab es eine beeindruckende Beteiligung von pädagogischen Fachkräften, Eltern und Angehörigen.

Uschi Kruse, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW Sachsen: „Ein ‚Weiter so‘ in der frühkindlichen Bildung kann es nicht geben. Wir benötigen dringend einen besseren Personalschlüssel. Andernfalls kommen wir auch in Krippen, Kindergärten und Horten in die Situation, in der sich viele Krankenhäuser bereits befinden: Das verbliebene Personal sucht sich eine andere Arbeit. Der überdurchschnittlich hohe Krankenstand unter Erzieherinnen und Erziehern ist schon jetzt ein deutliches Warnsignal. “

Während andere Bundesländer Ausfallzeiten des pädagogischen Personals wie Krankheit, Urlaub und Fortbildung von vornherein in ihrem Personalschlüssel berücksichtigen, ist dies im Freistaat nicht der Fall. Die GEW Sachsen weist die Politik seit Jahren darauf hin, dass dadurch eigentlich nie das gesamte Personal in der Einrichtung ist. Das führt dazu, dass bei jeder Krankheitswelle und schon gar jetzt in der Pandemie vor Ort der Krisenmodus eintritt.  

Auch viele Eltern sehen dies inzwischen klar als Problem und bringen ihre Sorgen zum Ausdruck. Die insgesamt mehr als 4.000 Kommentare zeigen, dass sich hinter den reinen Zahlen viele Einzelschicksale von Kindern, pädagogischen Fachkräften, Eltern und Angehörigen befinden.

Die Petition startete offiziell am 20. September 2021, dem Weltkindertag und lief bis zum 16. November. Anfang Dezember wird die GEW Sachsen sie dem Sächsischen Landtag überreichen.