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CoronaSichere Bildung in den Fokus nehmen, statt Öffnen um jeden Preis

„Die Politik scheint es aufzugeben, die Pandemie unter Kontrolle zu bekommen. Das zeigt sich unter anderem darin, dass Kitas und Schulen künftig um jeden Preis geöffnet sein sollen", kritisiert Uschi Kruse und stellt Forderungen an die Landesregierung.

24.03.2021

Leipzig - Zu den gestern vom Ministerpräsidenten vorgestellten Corona-Regeln ab der Karwoche sagt Uschi Kruse, Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW Sachsen: „Die Politik scheint es aufzugeben, die Pandemie unter Kontrolle zu bekommen. Das zeigt sich unter anderem darin, dass Kitas und Schulen künftig um jeden Preis geöffnet sein sollen, während auch für die Öffnungen anderer Bereiche keine Haltelinien mehr gelten. Ein konsequenter Plan für den Ausweg aus der Pandemie ist nicht mehr erkennbar. Dabei wäre nun erneut die Chance gewesen, die Bildung und das soziale Leben von Kindern und Jugendlichen gemeinsam in den Fokus zu nehmen und sichere Kitas und Schulen zu schaffen.“

Uschi Kruse ergänzt: „Sichere Kitas und Schulen wird es nur geben, wenn alle Beteiligten sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Außerdem muss die Impfung auch von Lehrkräften an weiterführenden Schulen schnellstens ermöglicht werden, an Grundschulen Wechselunterricht stattfinden und an Kitas der Betreuungsumfang auf ein verantwortbares Maß heruntergefahren werden. Nur mit einem höheren Infektionsschutz und moderaten Inzidenzzahlen ist eine Öffnung von Kitas und Schulen verantwortbar und durchzuhalten. Deshalb muss für die Landkreise weiter eine feste Notbremse gelten.“

Die geplanten zweimaligen Tests an Schulen begrüßt die GEW Sachsen als wichtigen Schritt. Uschi Kruse: „Sachsen geht bei der Testung mit gutem Beispiel voran. Dass die Tests nun zweimal in der Woche und künftig auch in Grundschulen stattfinden sollen, begrüßen wir sehr. Die Tests sind ein notwendiger Baustein für mehr Gesundheitsschutz, aber sie allein lösen die Probleme nicht.”