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GEW Sachsen: Stellenabbau schadet Hochschulentwicklung

12.01.2016

Nach Presseinformationen in der vergangenen Woche sind die 27 Stellen, die im Rahmen des für 2016 vorgesehenen Stellenabbaus ursprünglich für die TU Dresden vorgesehen waren, nunmehr auf die anderen sächsischen Hochschulen aufgeteilt worden – zusätzlich zum dort ohnehin bereits geplanten Abbau.

Hierzu erklärt David Jugel, stellvertretender Landesvorsitzender der GEW Sachsen für den Bereich Hochschule und Forschung: „Die GEW Sachsen hat sich schon vor Abschluss der derzeit laufenden Zuschussvereinbarung gegen die darin enthaltene Festschreibung von Stellenabbauzahlen gewandt.“„Wir haben kritisiert“, ergänzt Torsten Steidten, Vorsitzender des Bezirksverbandes Hochschule und Forschung der GEW Sachsen, „dass es bei den  Koalitionsverhandlungen für die laufende Wahlperiode nicht gelungen ist, die Festschreibung des Stellenabbaus für 2015 und 2016 rückgängig zu machen.“

„Die gestiegene Arbeitsbelastung an den Hochschulen z.B. durch die gewachsenen Studierendenzahlen, nicht zuletzt auch durch die Immatrikulation von geflüchteten Menschen, macht aktuell eher eine Erhöhung der Stellenzahl notwendig“, kommentiert Bernd Hahn, Sprecher des Landesausschusses der Studentinnen und Studenten (LASS) der GEW Sachsen. Mit der nun bekannt gewordenen Entscheidung erhöht sich jedoch für die Mehrzahl der Hochschulen die Zahl der abzubauendenHaushaltsstellen.

„Eine befristete Zuweisung von aus Hochschulpaktmitteln finanzierten Stellen ist nur eine scheinbare Kompensation für den Wegfall für aus Haushaltsmitteln finanzierten Stellen“ stellt Torsten Steidten fest. „Auf diese Weise verschiebt sich die Hochschulfinanzierung weiter hin zu befristet zur Verfügung stehenden Mitteln. Die angestrebte Verbesserung der  Karriereperspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs setzt jedoch im Gegenteil eine verbesserte Grundfinanzierung voraus“, merkt DavidJugel hierzu an.

Torsten Steidten weist darauf hin, dass bei den in diesem Jahr anstehenden Verhandlungen zur Finanzausstattung der Hochschulen erneut die Chance besteht, den Stellenabbau zu korrigeren. „2016 erfolgen zentrale Weichenstellungen für die Hochschulentwicklung in den nächsten Jahren“, betont Jugel abschließend. Die GEW Sachsen wird die Verhandlungen um die neue Zuschussvereinbarung ebenso wie zum Doppelhaushalt 2017/18 kritisch begleiten.

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