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Sächsischer Doppelhaushalt 2021/2022GEW Sachsen fordert umfangreiches Paket zur Unterstützung der Kitas und Schulen

Die GEW Sachsen fordert angesichts der Folgen der Corona-Pandemie ein umfangreiches Paket zur Unterstützung der Bildungseinrichtungen.

03.05.2021

Die GEW Sachsen fordert angesichts der Folgen der Corona-Pandemie ein umfangreiches Paket zur Unterstützung der Bildungseinrichtungen durch Schlüsselverbesserungen in Kindertageseinrichtungen, ausreichend Lehrerstellen, Entlastungen für Klassenlehrer*innen und Schulleitungen, eine Ausweitung der Schulassistenzprogramme und der schulpsychologischen Angebote sowie ein sächsisches Förderprogramm zur Überwindung der entstandenen Bildungsdefizite.

„Wir wollen, dass Pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte für die schwieriger werdende Arbeit Zeit haben. Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern beraten und gezielt unterstützt werden können.” (Uschi Kruse)

Dazu Uschi Kruse, Vorsitzende der GEW Sachsen: „Bereits vor der Corona-Krise war die Situation an den Kitas und Schulen in Sachsen sehr schwierig: Den immer weiter wachsenden Herausforderungen standen zu große Gruppen und Klassen, eine angespannte personelle Lage sowie unzureichende Entlastung und Unterstützung gegenüber. Wir wollen, dass Pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte für die schwieriger werdende Arbeit Zeit haben. Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern beraten und gezielt unterstützt werden können. Die Pandemie hat den Bedarf vervielfacht. Deshalb brauchen wir in Sachsen ein umfangreiches Paket für die Unterstützung der Bildungseinrichtungen mit einem Finanzbedarf im dreistelligen Millionenbereich. Im Vergleich zu den Milliarden, die in anderen Bereichen zur Bewältigung der Pandemiefolgen auf Bundes- und Landesebene beschlossen wurden, sind diese zusätzlichen Mittel trotz der angespannten Haushaltslage angemessen. Eine gute Zukunft für Kinder und Jugendliche muss der Gesellschaft diese Anstrengung wert sein.”

Im Bildungsbereich kommt der Haushaltsentwurf für den Freistaat Sachsen, zu dem seit heute Änderungsanträge im Haushalts- und Finanzausschuss des Sächsischen Landtages diskutiert werden, zwar ohne drastische Einsparungen aus, den Herausforderungen wird er allerdings nicht gerecht. Im Bereich der Kindertageseinrichtungen wird das im Koalitionsvertrag gegebene Versprechen nicht eingelöst und im Schulbereich wird sich der Mangel angesichts steigender Schülerzahlen weiter verschärfen. Sehr enttäuschend ist zudem, dass in keiner Weise Vorsorge für die Bekämpfung der pandemiebedingten Defizite getroffen wird. Die zu erwartenden Bundesmittel allein werden nicht ausreichen, Kinder und Jugendliche zielgerichtet zu unterstützen und Benachteiligungen abzubauen. 

Uschi Kruse: „Die Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen hat sich durch die Schließung von Bildungseinrichtungen verschärft. Bestanden hat sie bereits davor. Wer diese nicht nur bedauern und beschreiben, sondern ihr entgegenwirken will, muss auch mit Haushaltsplänen gezielt gegensteuern. Wir weisen seit Januar immer wieder darauf hin, dass der vorliegende Etat des Kultusministeriums diesbezüglich enttäuschend ist. Wir brauchen eine Bildungsoffensive. In dieser Woche besteht die Möglichkeit diese auf den Weg zu bringen.”