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Gemeinsam gegen den Lehrermangel – ohne Spaltung der Lehrerschaft: GEW Sachsen signalisiert Gesprächs- und Verhandlungsbereitschaft

04.12.2017

Die GEW Sachsen hat heute sowohl dem Finanzminister als auch dem Kultusminister ihre Gesprächs- und Verhandlungsbereitschaft für eine gemeinsame Lösung der Personalprobleme im Lehrerbereich offiziell signalisiert.

Den Schreiben an die Minister war eine außerordentliche Sitzung der Tarifkommission der GEW Sachsen am Vortag vorausgegangen. In dieser Beratung wurden die Vorschläge und Überlegungen beraten und differenziert bewertet, die der neue Kultusminister am 15. November auf verschiedenen Wegen unterbreitet hatte.
Die Erkenntnis, dass es über das Maßnahmenpaket vom Oktober 2016 hinaus weiterer Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufes bedarf, wurde ausdrücklich begrüßt. Nur durch Entlastungen der Lehrkräfte und eine grundlegende Aufwertung des Lehrerberufes wird es möglich sein, die akuten Probleme in der Lehrerversorgung schnell und wirksam zu bekämpfen und den Lehrerbedarf in Sachsen auch zukünftig zu decken.

Uschi Kruse, Landesvorsitzende der GEW:
„Auch wir wollen die Attraktivität des Lehrerberufes in Sachsen insgesamt erhöhen, um den Lehrernachwuchs zu motivieren, in Sachsen zu bleiben oder hierher zu kommen. Wir wollen dabei aber von vornherein ausschließen, dass die bereits in den Schulen tätigen Kolleginnen und Kollegen erneut benachteiligt werden. Die Lösungswege, wollen wir mit den beiden Ministern in einem Sondierungsgespräch ernsthaft erörtern. Bestärkt fühlen wir uns von den beiden Regierungsfraktionen, die in ihrer unmittelbaren Reaktion auf die Vorschläge des Kultusministers u. a. einen sächsischen Lehrer-Tarifvertrag als mögliche Alternative in Erwägung gezogen haben.“

Angesichts der ohnehin angespannten Personalsituation in den Schulen ist ein schnelles Handeln auf der Basis vernünftiger Entscheidungen dringend geboten, um nicht noch weiteren Unfrieden in der Lehrerschaft zu erzeugen. Die GEW Sachsen ist bereit, dazu ihren Beitrag zu leisten.

Nachfragen möglich unter:  0172 350 43 86 (Frau Kruse)

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