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„Was Lehrkräfte jetzt wirklich brauchen!”GEW-Aktionstag für einen guten und motivierenden Tarifabschluss

Mit einem landesweiten Aktionstag macht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Sachsen heute darauf aufmerksam, dass Bewegung in die Tarifrunde der Länder kommen muss. Bereits im Vorfeld des Aktionstages haben viele Lehrkräfte nicht nur signalisiert, wie beunruhigt sie von der derzeitigen Corona-Entwicklung sind, sondern auch auf die damit verbundene Mehrbelastung hingewiesen.

23.11.2021

Uschi Kruse, Landesvorsitzende der GEW Sachsen: „Fehlendes Personal macht es noch schwieriger, die Pandemie zu bewältigen. Derzeit halten die vorhandenen Lehrerinnen und Lehrer die Schulen oft mit dem Mut der Verzweiflung am Laufen. Die vielen Rückmeldungen der Beschäftigten zeigen, dass die Situation an den Schulen immer schwieriger wird.” 

Überlastung, die Bewältigung vieler zusätzlicher Aufgaben, mangelhafte personelle Unterstützung, fehlende digitale Ausstattung, ausbleibende Impfangebote und der Eindruck, gesellschaftlich nicht ausreichend anerkannt zu sein - all das thematisierten Lehrerinnen und Lehrer in ihren Zusendungen.

„Was wir im Bildungsbereich jetzt überhaupt nicht brauchen können, ist das Gefühl von fehlender Wertschätzung. Deswegen ist die Landesregierung dringend aufgefordert, ihren Teil zu einem guten, motivierenden Tarifabschluss beizutragen.”, so Kruse weiter.

Die GEW Sachsen verdeutlicht heute mit verschiedenen symbolischen Aktionen, dass sie Bewegung der Arbeitgeber bei der dritten Verhandlungsrunde am kommenden Wochenende in Potsdam erwartet. Ab 17 Uhr ist eine Präsentation am Finanzministerium geplant.
 

Zum Hintergrund:

In der Tarifrunde 2021 für den öffentlichen Dienst der Länder geht es um Gehaltserhöhungen für rund 1,2 Millionen Tarifbeschäftigte. Die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) als Arbeitgeberverband hat jede Forderung der Gewerkschaften bisher abgelehnt und selbst kein Angebot unterbreitet. Die dritte Verhandlungsrunde zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften findet am 27./28. November in Potsdam statt. Unmittelbar vor dieser hatte die GEW Sachsen Streikaktionen geplant, deren Vorbereitung sie aufgrund des dramatischen Infektionsgeschehens, auch an den Bildungseinrichtungen, eingestellt hat.