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Marianne-Menzzer-Preis

Der Marianne Menzzer Preis wird vom GEW-Landesverband Sachsen in Kooperation mit der Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen für herausragende Abschlußarbeiten im Bereich der Geschlechterforschung und im Bereich Diversityforschung verliehen.

Dieser Förderpreis soll Studierende aus sozial- und geisteswissenschaftlichen Fachrichtungen anregen und ermutigen, sich in ihrer Ausbildung intensiv mit Diversity- und Geschlechterthemen auseinander zu setzen, einen Zugang zur Diversity- und Geschlechterforschung zu finden und sich die Bedeutung der Chancengerechtigkeit im eigenen Fachgebiet zu erschließen. In den Anfangsjahren gab es eine Kooperation mit dem fakultätsübergreifenden Projekt „Geschlechterverhältnisse in Forschung und Ausbildung“ (GIFA) der TU Dresden, die Kooperation mit der Koordinierungsstelle begann 2014. Zunächst wurde der Preis jährlich ausgeschrieben, dann ab 2012 aller zwei Jahre und aktuell wieder jährlich.

Als Namenspatronin für diesen Preis wurde mit Marianne Menzzer (1814 – 1895) eine Frau gewählt, die sich Ende des 19. Jahrhunderts insbesondere in Dresden für die Gleichberechtigung von Frau und Mann einsetzte. Sie war Mitbegründerin des Dresdner Rechtsschutzvereins für Frauen, wirkte als Mitarbeiterin von Louise Otto-Peters im Vorstand des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins mit und engagierte sich aktiv und mit unablässiger Energie in dem 1871 gegründeten Dresdner Frauenerwerbsverein.

Einem sozialwissenschaftlichen Zugang zur Geschlechterfrage vorgreifend, nutzte sie als eine der ersten überhaupt statistisches Material für Argumentationen zu Fragen der Ungleichheit von Frauen in der Erwerbswelt. Indem der Preis den Namen Marianne Menzzer trägt, sollen ihre Arbeit und ihr Engagement zum Abbau von Ungleichheiten der Geschlechter gerade in der Arbeitswelt und hier in Sachsen gewürdigt werden. Sie steht stellvertretend für die vielen aktiven, aber eben mehrheitlich in Vergessenheit geratenen Frauen der ersten deutschen Frauenbewegung.

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