GEW Sachsen
Du bist hier:

Die GEW auf der Leipziger Buchmesse

DIE LEIPZIGER BUCHMESSE 2020 WURDE LEIDER ABGESAGT. DAHER FINDEN IN DIESEM JAHR UNSERE GEPLANTEN VERANSTALTUNGEN NICHT STATT.

Die Veranstaltungen sind offen für alle Besucher*innen der Buchmesse. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Informationen, zahlreiche Broschüren und Material der GEW finden sich an unserem Messestand E202 in der Messehalle 2.

Veranstaltungsübersicht

Bitte die verschiedenen Veranstaltungsorte beachten. Informationen zu den Veranstaltungen gibt es auch vor Ort am GEW-Stand.

Expert*innen der AJuM auf der Buchmesse Leipzig 2020 im Gespräch

Datum: 12.03.2020, 15:00 – 15:30 Uhr
Ort: GEW-Stand, Halle 2, E202

Kinderbücher zum Thema „Arbeitswelt“ haben großes Potenzial um mit Kindern über Arbeitsverhältnisse nachdenken zu können und um unsere Welt besser zu verstehen. Anhand der Shortlist für den Heinrich-Wolgast-Preis der GEW wird die Darstellung von Arbeitswelt in der Kinderliteratur zu einem spannenden Diskussionsthema.

Fachdiskussion der AJuM auf der Buchmesse Leipzig 2020

Datum: 12.03.2020, 15:30 – 16:00 Uhr
Ort: Trendforum Bildung: Lernen weiter denken: Halle 2, B600

In einem Bühnendiskurs werden Bücher für den Leseanfang vorgestellt und kritisch diskutiert. Der Markt für diese Bücher ist groß, aber wegen der Herausgabe in Erstlesereihen scheinbar übersichtlich. Wer oder was aber bestimmt, was ein gutes Buch für den Leseanfang ist? Die Verkaufszahlen? Pädagog*innen? Die kaufenden Eltern, Großeltern, Onkel? Oder gar die Kinder selbst? Wie steht es um lesepädagogische Konzepte und literarische Qualität? Wie findet man in der Masse der Neuerscheinungen die wirklich guten und innovativen Bücher?

Expert*innen der AJuM auf der Buchmesse Leipzig 2020 im Gespräch

Datum: 13.03.2020, 11:00 – 11:30 Uhr
Ort: GEW-Stand, Halle 2, E202

Eine kurze Präsentation aus dem Kuriositätenkabinett des AJuM-Archivs gewährt Einblicke in pädagogische Sichtweisen auf das Lesen und in Kontroversen um bestimmte Bücher und Medien. 

Alwin Brandes – Vorbild für politisches Engagement in der Gegenwart

(Lesung und Gespräch)

Datum: 13.03.2020, 12:30 – 13:00 Uhr
Ort: #Selberdenken: das junge Forum für Politik und Medien: Halle 2, D400

Beschreibung des Buches „Alwin Brandes – Vorbild für politisches Engagement in der Gegenwart“ von Siegfried Mielke und Dr. Stefan Heinz:
Alwin Brandes, im Ersten Weltkrieg Kritiker der Burgfriedenspolitik der Sozialdemokratie, während der Novemberrevolution einflussreicher Akteur in Magdeburg, in der Weimarer Republik Vorsitzender des Deutschen Metallarbeiterverbandes, ferner Mitglied des Reichstages, hat sich in vier politischen Systemen für eine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeitnehmer und für eine Demokratisierung von Wirtschaft und Gesellschaft eingesetzt. Nach 1933 leitete er eines der größten Widerstandsnetzwerke, in dem sich Hunderte Metallgewerkschafter gegen das NS-Regime engagierten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gehörte der überzeugte Sozialdemokrat zu den entschiedensten Kritikern der politischen und gewerkschaftlichen Entwicklung in Berlin und der Sowjetischen Besatzungszone. Die Autoren zeichnen den Lebensweg eines bedeutenden, zu Unrecht vergessenen Gewerkschafters nach. Sein Leben spiegelt auf eindrucksvolle Weise die Umbrüche einer Generation der Arbeiterbewegung.

Referent: Dr. Stefan Heinz

Veranstalter: DGB Sachsen

 

Lesung und Podiumsdiskussion der AJuM auf der Buchmesse Leipzig 2020

Datum: 13.03.2020, 15:30 – 16:00 Uhr
Ort: Trendforum Bildung: Lernen weiter denken: Halle 2, B600

Hat ökonomische Freiheit etwas mit der Klimakrise zu tun? Wie nachhaltig läuft es sich auf Turnschuhen? Solche und ähnliche Fragen diskutieren ein*e Vertreter*in von Fridays for Future und der Autor Wolfgang Kron, der aus seinem Buch „Lauf um dein Leben“ (Hanser Verlag) liest. Die Veranstaltung moderiert Dr. Farriba Schulz (Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW). 

Buchvorstellung Hans-Jürgen Urban (Vorstandsmitglied IG Metall)

Datum: 13.03.2020, 16:30 – 17:00 Uhr
Ort: #Selberdenken: das junge Forum für Politik und Medien: Halle 2, D400

Veranstalter: DGB Sachsen

Leseinteressen und Leseverhalten von Grundschüler*innen

(Vortrag)

Datum: 13.03.2020, 17:00 – 17:30 Uhr
Ort: Trendforum Bildung: Lernen weiter denken: Halle 2, B600

Für das Leseinteresse und Leseverhalten ist die Grundschulzeit eine wichtige Phase. Die Schule kann Impulse zu einer stärkeren Lesemotivation setzen. Basierend auf einer Studie werden solche Möglichkeiten und Veränderungen im Leseverhalten junger Menschen vorgestellt und diskutiert. Für Fragen aus dem Publikum wird genügend Zeit eingeräumt.Für das Leseinteresse und Leseverhalten ist die Grundschulzeit eine wichtige Phase. Die Schule kann Impulse zu einer stärkeren Lesemotivation setzen. Basierend auf einer Studie werden solche Möglichkeiten und Veränderungen im Leseverhalten junger Menschen vorgestellt und diskutiert. Für Fragen aus dem Publikum wird genügend Zeit eingeräumt.

Referentin: Prof. Dr. Karin Richter

Expert*innen der AJuM auf der Buchmesse Leipzig 2020 im Gespräch

Datum: 14.03.2020, 11:00 – 11:30 Uhr
Ort: GEW-Stand, Halle 2, E202

Dass Frauen in der Geschichte, Wissenschaft und Politik schon immer eine wichtige Rolle gespielt haben, zeigen zahlreiche Publikationen auf dem Buchmarkt. Diese werden genauer beleuchtet und im Gespräch zur Diskussion gestellt.

Für mehr geschlechterbewusstes (Vor-)lesen

(Vortrag)

Datum: 14.03.2020, 11:30 – 12:00 Uhr
Ort: Trendforum Bildung: Lernen weiter denken: Halle 2, B600

 

Wenn wir (vor-)lesen, tauchen Vorleser*in und Zuhörer*in in andere Welten ein. Hierbei werden Werte und Normen transportiert, die die Einstellung von Kindern prägen können – auch gegenüber Geschlechterstereotypen. Es spielt demnach eine entscheidende Rolle, was und vor allem wem wir (vor-)lesen. Nach wie vor besteht die tradierte Annahme, dass (Vor-)Lesen ein weibliches Hobby sei. Dementsprechend wird Mädchen häufiger als Jungen vorgelesen – mit dem Ergebnis, dass Mädchen eine höhere Lesemotivation und Sprachkompetenz vorzeigen.  Wird Jungen aber genauso viel vorgelesen, entwickelt sich bei ihnen eine ähnliche Lesemotivation und Sprachkompetenz. Um noch gezielter Geschlechterstereotypen zu hinterfragen, können vielfaltsbewusste Kinderbücher genutzt werden, um unterschiedliche Rollenbilder und Lebensmodelle aufzuzeigen. Das sorgt dafür, dass Kindern weitere Emanzipationsräume zum Ausprobieren, Hinterfragen und Spielen geschaffen werden.

Die Referentin Sarah-Catharina Brune hat Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Soziale Arbeit studiert. Wiederkehrende Themen ihrer Forschungsarbeit waren feministische Theorie, Antisemitismus und Ungleichheitsforschung.

ExpertInnen der AJuM auf der Buchmesse Leipzig 2020 im Gespräch

Datum: 14.03.2020, 12:00 – 12:30 Uhr, 14:00 – 14:30 Uhr und 16:00 – 16:30 Uhr
Ort: GEW-Stand, Halle 2, E202

Die Leseförderung im Kindergarten kann wichtige Grundsteine für die Entwicklung von literarischen Kompetenzen legen. Anhand von aktuellen Bilderbuchbeispielen sollen anschaulich methodisch-didaktische Ansätze vorgestellt und diskutiert werden.

Expert*innen der AJuM auf der Buchmesse Leipzig 2020 im Gespräch

Datum: 14.03.2020, 13:00 – 13:30 Uhr
Ort: GEW-Stand, Halle 2, E202

Die LesePeter-Jurorin Ines Kahl stellt Sachbücher vor, die Kinder fesseln können. Dabei gibt sie Einblick in Kriterien zur Auswahl der Bücher für den LesePeter.

Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in Thüringer Biologiebüchern

Datum: 14.03.2020, 14:00 – 14:30 Uhr
Ort: Trendforum Bildung: Lernen weiter denken: Halle 2, B600

Wie steht es um geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in Thüringer Biologiebüchern? Noch vor ein paar Jahren wurde darin geschlechtliche Vielfalt weitestgehend ausgeklammert, in den letzten Jahren sind die Lehrbücher jedoch spürbar vielfaltssensibler geworden. Doch beim genaueren Hinsehen offenbart sich, dass geschlechtliche und sexuelle Vielfalt noch immer vor allem als Sonderfall begriffen werden und es kaum über Begriffsdefinitionen hinausgeht. 

Die Referentin Dorothea Gläßer ist Sprecherin der Jungen GEW Thüringen und hat in ihrer Masterarbeit Thüringer Biologiebücher hinsichtlich geschlechtlicher und sexueller Vielfalt untersucht.  

Amazon und der globale Handel von Gütern, Services & Arbeitskraft

Datum: 15.03.2020, 12:00 – 12:30 Uhr
Ort: #Selberdenken: das junge Forum für Politik und Medien: Halle 2, D400

Die “Amazonisierung des Konsums” schreitet unaufhörlich voran. Im Online-Buchhandel hat Amazon bereits einen Marktanteil von über 70 Prozent erreicht. Amazons Ausbreitung gelingt nicht nur - wie öffentlich vermittelt-  über die eigene E-commerce-Plattform und den Marketplace, sondern auch über die weltweite Bereitstellung von Software-, Cloud-Dienstleistungen, eine eigene Mobilitätsflotte (Frachter, Flugzeuge, Weltraumrakete). Aus Arbeiter*innenperspektive ist das Geschäftsmodell von Amazon sowohl innerhalb als auch außerhalb der Unternehmensgrenzen höchst problematisch. Zum Einen sind externe Händler von Amazon digital abhängig- ein beeindruckendes Beispiel der Plattformisierung. So lassen sich neue Formen von Marktmacht und grundlegende Wettbewerbsproblemen im kommerziellen Internet erkennen (Oligopolisierungstendenzen, Bevorzugung eigener Produkte, Zugangsbarrieren etc.). die eine steigende Prekarisierung externer Anbieter und ihrer Beschäftigten verursacht.

Gleichzeitig etabliert Amazon intern für die eigenen Beschäftigten neue digitale Steuerung- und Kontrollsysteme. Eine rigide Überwachung am Arbeitsplatz oder im Pausenraum sind bei Amazon keine Neuheiten. Das Unternehmen experimentiert mit Möglichkeiten, die Produktivität seiner Angestellten zu steigern, bei gleichzeitiger Kosteneinsparung in der Umsetzung der internen Arbeitsprozesse. Wearables, Scoring-Systeme und permanentes Tracking der Arbeitsabläufe einzelner Arbeiter*innen erschaffen dabei einen neuen digitalen Taylorismus, der die Handlungsspielräume zusehends einschränkt und die Organisation von Beschäftigten (im Betrieb oder durch Betriebsräte) vehement untergräbt. Damit liefert Amazon ein eindrucksvolles Beispiel von „Union-Busting“ im 21. Jahrhundert. Die Umsetzung demokratischer Standards im Rahmen des deutschen Arbeitnehmerrechts ist nicht gewünscht.

Die Arbeitsbedingungen, die der Internetgigant dabei seinen Angestellten in anderen europäischen Ländern bietet, liegen zum Teil weit unter dem deutschen Standard. Dies mahnt auch hierzulande: „Schlimmer geht immer“. Das Abrutschen deutscher Arbeitsstandards kann nur durch kollektive Organisierung verhindert werden. 

Im Rahmen der Diskussionsveranstaltung werden aktuelle Entwicklungen durch Amazon für regionale und überregionale Wirtschaftsstrukturen beleuchtet. Ein besonderer Fokus soll auf die branchenübergreifenden Auswirkungen auf Arbeitsmärkte im deutschen Buchhandel leiten – einer Branche, die als eine der ersten mit den Folgen von einem wachsenden Amazon konfrontiert wurde. Ziel ist eine Abschätzung der Effekte einer weiteren Amazonisierung für die Beschäftigten des deutschen Buchhandels. Begleitet durch Passagen aus wissenschaftlichen und gewerkschaftlichen Analysen wird das „Wirtschaftsmodell Amazon“ aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und mit Stimmen aus der Praxis erhellt. 

Podiumsbesetzung: 

  • Sabrina Appicella (angefragt) Stipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung, Promovendin zu den Arbeitskämpfen im Logistiksektor an der Universität Oldenburg
  • Amazon-Betriebsratsmitglied (angefragt)
  • Thomas Schneider – ver.di-Gewerkschaftssekretär Fachbereich 12 Handel im ver.di-Bezirk Leipzig-Nordsachsen
  • Dominik Piétron - Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrbereich Soziologie der Zukunft der Arbeit, Humboldt-Universität zu Berlin

Eine Kooperationsveranstaltung zwischen 
ver.di Leipzig-Nordsachsen & dem
Netzwerk Plurale Ökonomik e.V.

Ansprechpartner_in
Bezirksvorstand Leipzig
Nonnenstraße 58
04229 Leipzig

www.gew-sachsen.de/bv-leipzig
0341 4947470
0341 4947471