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Kita

Personalversammlung im Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen Dresden

Unter dem Motto „Personalschlüssel, Rahmenbedingungen & Wir“ fand am 12. Juli die Personalversammlung des KiTa Eigenbetrieb Dresden im Kulturpalast mit rund 700 Beschäftigten statt.

Jan Donhauser, Beigeordneter für Bildung und Jugend │ Sabine Bibas, Betriebsleiterin │ Holger Gasse, CDU │ Christin Melcher, GRÜNE | Sabine Friedel, SPD │ Olaf Bogdan, Personalratsvorsitzender │ Uschi Kruse, GEW │ Dr. Elke Alsago, ver.di │ Barbara Nolte, SEV │ Kerstin Barth, stellv. Personalratsvorsitzende │ Ole Reuter, Mitglied im Personalrat │ Foto: Personalrat Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen Dresden

Themen und Diskussionsbedarf gab es von Seiten der Beschäftigten auf der erstmals seit der Corona-Pandemie in Präsenz stattfindenden Personalversammlung des Eigenbetriebs KiTa in Dresden viele: die Beendigung des KiTa-Bundessprachprogramms, die fehlende Vor- und Nachbereitungszeit, die Forderung nach einem KiTa Qualität Gesetz oder der im Bundesländervergleich zweitschlechtester Betreuungsschlüssel, um nur einige zu nennen. 

Der Personalratsvorsitzende Olaf Bogdan begrüßte die Kolleg*innen und eröffnete die politische Podiumsdiskussion mit der Frage, wie exzellent die Arbeitsbedingungen der sächsischen Beschäftigten im KiTa Bereich seien. Die Frage wurde adressiert an die Gäste der sächsischen Landesregierung Holger Gasse, CDU, Sabine Friedel, SPD und Christin Melcher, GRÜNE. Der Vertreter der CDU-Landtagsfraktion attestierte Sachsen exzellente Arbeitsbedingungen und wies auf die sehr guten Pisa-Ergebnisse des Freistaats Sachsen hin. Uschi Kruse, Landesvorsitzende der GEW Sachen, erwiderte, dass diese exzellenten Ergebnisse im Bereich der Schulen nicht erreicht werden könnten, wenn die engagierten Kolleg*innen in den KiTas nicht bereits eine so gute Arbeit leisteten und den Grundstein für die guten Pias-Ergebnisse liefern würden und dass trotz ihrer prekären Beschäftigungssituation und des schlechten Fachkraft-Kind-Betreuungsschlüssels. 

Die GEW sieht hier großen Handlungsbedarf und fordert die Politik auf, im Rahmen der parlamentarischen Auseinandersetzung um den Haushalt den Bereich Bildung und frühkindliche Bildung nicht zu vernachlässigen. 
Im Zweifel müssen die Beschäftigten auf die Straße gehen und lautstark fordern, dass es eine bessere finanzielle Ausstattung im Bereich Bildung braucht und davon hängt vieles ab, auch die Qualität von und die Attraktivität für potentielle Fachkräfte im Bereich der frühkindlichen Bildung. 

Die Bildungsgewerkschaft unterstützt die Beschäftigten und fordert mit ihnen eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen durch Qualitäts­standards. Die GEW fordert konkret, dass Landesmittel im Haushalt bereitgestellt werden, für: 

  • die Verbesserung des Fackkraft-Kind-Schlüssels: 1:2 für unter Einjährige, 1:3 für Ein- bis Dreijährige, 1:8 für Dreijährige bis Kinder zum Schuleintritt und 1:10 für Kinder ab sechs Jahren 
  • ausreichend Zeit für die mittelbare pädagogische Arbeit: mindestens 25 Prozent der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit sind einzuplanen
  • genügend zeitliche Ressourcen für Kita-Leiter*innen und mehr Entlastung für die Verwaltungstätigkeiten 


Cendrese Sadiku
Gewerkschaftssekretärin des BV Dresden
 

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Cendrese Sadiku
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