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Neues vom SMK-Blog: Zahlen zum Einstellungsverfahren 2017/2018

Am 13.06.2017 wurde im SMK-Blog ein Artikel zum derzeitigen Stand des Einstellungsverfahrens 2017/18 veröffentlicht.

Sowohl die inhaltliche als auch die argumentative Darstellung können wir so nicht im Raum stehen lassen. Mit dem folgenden Schreiben rufen wir Euch dazu auf, diesen Blog-Eintrag aus Eurer Sicht zu kommentieren.

14.06.2017 - Carsten Müller

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Das SMK hat heute im Blog einen Artikel zum derzeitigen Stand des Einstellungsverfahrens für das Schuljahr 2017/2018 veröffentlicht. Ihr findet den Artikel unter folgendem Link:

www.bildung.sachsen.de/blog/index.php/2017/06/13/lehrerstellen-rund-62-prozent-der-geplanten-stellen-derzeit-besetzt/

Es wird natürlich das deutlich, was uns eh bekannt ist:
• Die Anzahl der Bewerbungen von grundständig ausgebildeten Bewerbern reicht bei weitem nicht aus, um den Bedarf zu decken.
• Zwischen den einzelnen Schularten gibt es deutliche Verwerfungen, insbesondere zu Lasten der Grundschulen.
• Die Bedarfslücke soll auch weiterhin durch eine Einstellung von Seiteneinsteigern in Größenordnungen und durch schulartfremde Einstellungen gedeckt werden.
• Es wird deutliche Einschnitte im Ergänzungsbereich geben.

Alles in allem sind also weitere gravierende Einschnitte bei der Unterrichtsversorgung und somit auch bei der qualitativen Absicherung des Unterrichts zu erwarten. Das können wir (auch an dieser Stelle) nicht unkommentiert hinnehmen.

Aus diesem Grund bitten wir Euch, den Blog-Eintrag deutlich und zahlreich zu kommentieren.

Ein Beispiel für das nicht ansatzweise nachvollziehbare Welt- und Schulbild des SMK möchte ich am Ende dieser Mail zitieren.

• Auf den Kommentar einer Nutzerin zur ungerechtfertigten schlechteren Bezahlung der Grundschullehrer antwortete das SMK wie folgt:

Bianca Schulz - SMK

"Sehr geehrte „Angelika“,
unter anderem sind die Ausbildungszeiten jedoch Grund für die differenzierte Bezahlung. Die Eingruppierung richtet sich nach der Regelstudienzeit, dem Studienumfang und der Verteilung der Leistungspunkte, die im Studium zu erreichen sind. Diese unterscheiden sich in den einzelnen Lehrämtern, wobei Grundschullehrer jeweils den geringsten Umfang zu absolvieren haben. Neben den Ausbildungsvoraussetzungen sind auch die Anforderungen in den jeweiligen Lehrämtern ungleich. Somit unterscheidet sich sowohl die Ausbildung als auch die Tätigkeit von Grundschullehrern von denen der Lehrkräfte an den anderen Schularten, was – wie in anderen Bereichen auch – eine differenzierte Bezahlung zur Folge hat.
Mit freundlichen Grüßen Bianca Schulz"
[SMK-Blog vom 14.06.2017]

Wir danken Euch für Eure hoffentlich zahlreichen und prägnanten Kommentare!

Mit freundlichen Grüßen

Uschi Kruse/Carsten Müller

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