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SchuleMehr Vorlaufzeit bis zur Teilöffnung nötig

Einige Schulen müssen bereits ab kommender Woche für Abschlussklassen und -kurse öffnen. Doch für den ausreichenden Schutz aller Beteiligten und zur Prüfungsvorbereitung wird mehr Vorlaufzeit benötigt. Die GEW Sachsen appelliert in einem Schreiben an den Kultusminister deshalb dringend, stärker auf Ausweichtermine zu setzen.

16.04.2020

Die Erklärung der Bundesregierung und der Länder vom 15. April betont ausdrücklich die Notwendigkeit von Vorlaufzeiten bis zur schrittweisen Öffnung von Bildungseinrichtungen ab dem 4. Mai. Doch an Sachsens Schulen sollen bereits ab kommender Woche Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen stattfinden.

Die Absicherung von Prüfungen und eine ausreichende Zeit zur Prüfungsvorbereitung - bspw. durch Konsultationen zwischen Schüler*innen und Lehrkräften - halten auch wir für wichtig. Doch die Teilöffnungen ab der kommenden Woche sehen wir mit großer Sorge. Bei allem Engagement der Schulleitungen und der Lehrkräfte, bei allem guten Willen von Schulträgern, wird es nicht möglich sein, an jeder Schule die hygienischen Standards sicherzustellen, die für den Schutz aller Beteiligten zwingend erforderlich sind. 

Deshalb haben wir an das Kultusministerium dringend appelliert, die am vergangenen Donnerstag getroffene Entscheidung noch einmal zu überdenken. Die Prüfungen an Gymnasien bzw. beruflichen Gymnasien könnten durchaus an den Tagen abgelegt werden, die ohnehin als Ausweichtermin angeboten werden. Zudem könnte die Unterrichtung der Abschlussklassen der anderen weiterführenden Schularten angesichts der deutlich später liegenden Prüfungstermine verschoben werden, auch wenn die höchst unterschiedlichen Lernbedingungen der letzten Wochen für eine längere Vorbereitungsphase sprechen.

Damit wird die zwingend erforderliche Zeit gewonnen, den Personaleinsatz, die Schülerbeförderung und entsprechende Hygienemaßnahmen zur organisieren.

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