GEW Sachsen
Sie sind hier:

Marianne-Menzzer-Preis 2007 verliehen

Die vierte Verleihung des Marianne-Menzzer-Preises fand am 5.12.2007 im Festsaal des Rektorates der TU Dresden statt.

05.12.2007 - Sebastian Schröer / Mitglied des Landesvorstandes

An der Feierstunde nahmen Abgeordnete des Landtages, Mitarbeiter der TU Dresden, Expertinnen und Experten im Bereich Geschlechterforschung sowie Vertreterinnen und Vertreter der GEW teil. Die Preisträgerin war 2007 Frau Judith Raue. In ihrer Magisterarbeit zum Thema „Geschlecht und Körper. Stereotype über Polen und Russen im ethnographischen Diskurs der frühen Neuzeit“ verdeutlichte sie, dass etablierte Vorurteile bis in die heutige Zeit hinein nachwirken.

Nach der feierlichen Eröffnung der Veranstaltung durch den Prorektor für Bildung der TU Dresden, Prof. Dr. Karl Lenz, welcher anhand statistischen Materials die Entwicklung des Anteils weiblicher Studierender an der TU Dresden differenziert dokumentierte, wurden die Grußworte der Schirmherrin durch die Vorsitzende der GEW Sachsen, Dr. Sabine Gerold, verlesen. Die Schirmherrschaft übernahm – wie auch schon im vergangenen Jahr – die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange.

Im Anschluss daran sprach die Leiterin des Vorstandsbereichs Frauenpolitik beim Hauptvorstand der GEW, Anne Jenter, zu einigen geschlechterspezifischen Themen aus bildungsgewerkschaftlicher Perspektive. Dabei führte sie insbesondere aus, dass es das Gegenteil von Geschlechtergerechtigkeit sei, wenn Berufsgruppen im Bereich frühkindlicher Bildung, in denen mehrheitlich Frauen tätig sind, schlechter entlohnt werden als Tätigkeiten in Oberstufe und Hochschule, bei denen Frauen noch immer unterrepräsentiert seien.

Der Festvortrag, diesmal zum Thema „Die Gründerinnen und Gründer des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins: Bausteine zu einer Kollektivbiographie“, wurde von Prof. Dr. Susanne Schötz vom Institut für Geschichte der Philosophischen Fakultät der TU Dresden gehalten. Anhand verschiedenartiger Quellen arbeitete sie die Entstehungsgeschichte, Arbeitsbedingungen und Themen der ersten deutschen Frauenbewegung heraus.

Daraufhin erfolgte die eigentliche Preisverleihung. Nach der Laudatio von Prof. Dr. Ulrike Gräßel (Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Zittau/ Görlitz) wurde der Marianne-Menzzer-Preis von Anne Jenter übergeben. Die Veranstaltung wurde wie auch im Vorjahr durch Pianoimprovisationen des Herrnhuter Künstlers Walter Berenz gerahmt.

Bei einem anschließenden Stehempfang bestand die Gelegenheit, in einem informellen Rahmen miteinander ins Gespräch zu kommen. Diese Möglichkeit wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgiebig genutzt.

Zurück