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KitaKindertagesstätten dürfen nicht zum „Corona-Opfer“ werden

In ihrem Koalitionsvertrag hatten die sächsischen Regierungsparteien eine Verbesserung des Personalschlüssels an den Kitas ab 2022 vorgesehen. Im nun vorgelegten Entwurf für den Doppelhaushalt 2021/2022, der noch im Mai verabschiedet werden soll, findet diese Schlüsselverbesserung keine Berücksichtigung mehr.

26.04.2021

Die GEW appelliert dringend an die Regierungsfraktionen im Sächsischen Landtag, den im Koalitionsvertrag vereinbarten Einstieg in einen verbesserten Personalschlüssel umzusetzen. Die den Kindern, Eltern und pädagogischen Fachkräften versprochenen kleineren Gruppen dürfen nicht dem aktuellen Spardiktat geopfert werden. Es muss endlich begonnen werden, die Fehlzeiten, die durch Urlaub, Weiterbildung und Krankheit entstehen, bei der Berechnung des Personalschlüssels zu berücksichtigen. Dafür muss das Gesetz über Kindertageseinrichtungen angepasst und die Finanzierung im Doppelhaushalt 2021/2022 gesichert werden.

Die GEW Sachsen fordert die Regierungsfraktionen dringend auf, im ersten Schritt einen Ausgleich in Höhe von 5% zu gewährleisten und damit einen Teil des krankheitsbedingten Ausfalls zu kompensieren.

Es reicht nicht aus, die Notwendigkeit von guter Bildung zu betonen. Es reicht nicht aus, Benachteiligungen zu bedauern und zu beschreiben. Ausgerechnet Kindern und Jugendlichen Verbesserungen wegen coronabedingter Steuerausfälle zu verweigern, während in anderen gesellschaftlichen Bereichen Milliarden zur Verfügung gestellt werden, ist aus Sicht der Bildungsgewerkschaft der falsche Weg.

Gerade jetzt ist die Bereitschaft gefragt, Veränderungen auf den Weg zu bringen: Durch mehr Geld für Bildung, das in Haushaltsplänen zur Verfügung gestellt wird. Trotz und gerade wegen der Pandemie!