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Tarifrunde 2019Verbesserungen bei der Bezahlung für alle Lehrkräfte im öffentlichen Dienst

Alle Lehrkräfte im öffentlichen Dienst erhalten ab Januar 2020 mindestens 3,12 % mehr. Grund ist der Tarifabschluss von 2019, den Gewerkschaften gemeinsam mit ihren Mitgliedern erkämpft haben.

27.01.2020

Erhöhung des Tabellenentgelts
Der Tarifabschluss führte dazu, dass im letzten Jahr die Entgelte rückwirkend um 3,01 % erhöht wurden. Nun erfolgt für alle Tarifbeschäftigten zum 1. Januar 2020 eine weitere Erhöhung um 3,12 % (in Stufe 1 der
Entgeltgruppen sogar 4,3 %).
Auch Beamt*innen erhalten aufgrund der in Sachsen erfolgten Übertragung des Tarifergebnisses eine entsprechende Erhöhung der Besoldung. Außerdem profitieren Pädagogische Fachkräfte im Unterricht sowie Erzieher*innen im Landesdienst von der Einführung der S-Tabelle. Für Referendar*innen steigt der Anwärtergrundbetrag ab Januar 2020 um 50 Euro auf 1.595,10 Euro.

Erhöhung der Amtszulage in der E 13
Die Amtszulage für tarifbeschäftigte Lehrkräfte, die seit mindestens einem Jahr in der E 13 eingruppiert sind und davor mindestens 3 Jahre beim Freistaat als Lehrkräfte beschäftigt waren, erhöht sich in diesem Jahr wie die Besoldung um 3,2 % und steigt auf 181,05 Euro (Vollzeit). Sachsen gehört nach unserem jahrelangen Kampf für gerechte Eingruppierung zu den vier Bundesländern, die auch die Grundschullehrkräfte in die E 13 bzw. A 13 eingruppieren. Nach ihrer Höhergruppierung im Jahr 2019 erhalten die meisten tarifbeschäftigten Grundschullehrkräfte ab diesem Jahr ebenfalls diese Zulage.

Erhöhung der Angleichungszulage und des Garantiebetrags
Die Angleichungszulage betrug 2018 noch 30 Euro. Sie wurde im letzten Jahr auf 105 Euro erhöht. Davon profitieren bspw. viele Lehrkräfte in der E 10 und Ein-Fach-Lehrkräfte in der E 11 (Seiteneinsteiger erhalten diese nicht). Die Nachzahlung für die Erhöhung erfolgte meist Ende 2019.
Der Garantiebetrag bei Höhergruppierungen wurde ebenfalls deutlich erhöht (180 Euro statt 64 Euro). Bei Höhergruppierungen mit Stufenverlust führt dies bei einigen zu einem besseren Ausgleich, weil damit das Tabellenentgelt um mindestens 180 Euro (bei Vollzeit) steigt. Der Garantiebetrag wird in Sachsen teilweise erst zu Beginn dieses Jahres umgesetzt.

Wir kämpfen weiter!
Gemeinsam konnten wir in den letzten Jahren viele tarifliche Verbesserungen im Schulbereich erreichen. Dennoch bleiben Ungerechtigkeiten in der Eingruppierung, gerade mit Blick auf Lehrkräfte mit einer Ausbildung in der DDR. Die neue Landesregierung hat – letztlich auch in Reaktion auf unseren Druck – weitere Verbesserungen angekündigt. Wir nehmen sie beim Wort und kämpfen weiter gegen Ungerechtigkeiten in der Bezahlung – sowohl unterhalb der E 13, als auch darüber.
Letztlich profitieren alle Lehrkräfte von dem Tarifabschluss 2019. Gewerkschaft lohnt sich also. Unsere Mitglieder unterstützen diese Arbeit und erhalten zugleich Informationen und Beratung bei uns. Noch kein Mitglied? Dann treten Sie jetzt ein oder lassen Sie sich von einem anderen Mitglied werben: www.gew-sachsen.de/mitgliedschaft​​​​​​​​​​​​​​

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