GEW Sachsen
Du bist hier:

Was Lehrkräfte jetzt wirklich brauchen!

Aktionstag zu Tarifrunde und Corona-Chaos

Die Schulen werden mit dem Corona-Chaos weitgehend allein gelassen und zugleich blockieren die Arbeitgeber am Verhandlungstisch bei der Tarifrunde der Länder. Mit einem Aktionstag am 23. November haben wir gezeigt: Es reicht!

Dabei haben wir unsere Forderungen in der Tarifrunde und Rückmeldungen aus den Schulen, die uns viele Kolleginnen und Kollegen zugesandt hatten, bildlich an die Tür von Finanz- und Kultusministerium genagelt!

Das sind die Statements unserer Mitglieder!

Vielen Dank für die zahlreichen Zusendungen! Hier veröffentlichen wir eine Auswahl:

Darum geht es uns

Tarifrunde und Corona-Chaos: Es reicht!

Wir wollen mit dem Aktionstag auch unsere Forderungen in der aktuellen Tarifrunde unterstreichen. Denn während das Kultusministerium trotz aller Mahnungen der Wissenschaft und der GEW Sachsen nun bereits im zweiten Coronawinter nahezu keine Maßnahmen getroffen hat, um die Schulen darauf vorzubereiten, blockiert der Sächsische Finanzminister zusammen mit seinen Kollegen der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) die Verhandlungen der aktuell laufenden Tarifrunde.

Fachkräftemangel, der permanente Krisenmodus an den Schulen, der viele Lehrkräfte längst überlastet und bessere Steuereinnahmen sind für die TdL bisher keine Gründe, unseren Forderungen auch nur um einen Millimeter entgegenzukommen. Wertschätzung und Zusammenhalt in einer so schweren Krise sehen anders aus! Wir sagen: Es reicht!

„Was wir im Bildungsbereich jetzt überhaupt nicht brauchen können, ist das Gefühl von fehlender Wertschätzung. Deswegen ist die Landesregierung dringend aufgefordert, ihren Teil zu einem guten, motivierenden Tarifabschluss beizutragen.”

Uschi Kruse am 23. November 2021 gegenüber der Presse. Zur Pressemeldung...

Kein Streik an Schulen vor der 3. Verhandlungsrunde

Angesichts der dramatischen Infektionslage in Sachsen und angesichts des erschreckenden Echos in den Bildungseinrichtungen hat die Landes-Arbeitskampfleitung der GEW Sachsen entschieden, die Vorbereitungen für einen Warnstreik im Schulbereich einzustellen. Er war unmittelbar vor der dritten Verhandlungsrunde geplant. Diese Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht. Wir erwarten von der Landesregierung nun im Gegenzug, dass auch sie sich dafür einsetzt, dass die Arbeitgeberseite die derzeit völlig unnötigen Rituale aufgibt und ein akzeptables Angebot unterbreitet. Vor allem erwarten wir, dass sie ihrer Verantwortung für die Gesundheit der Beschäftigten an den Schulen sowie für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen endlich stärker nachkommt. 

Dazu haben wir am 19. Februar auch dem Kultusminister geschrieben.

„Zurückhaltung nach einem Scheitern der dritten Verhandlungsrunde sichern wir nicht zu.“ (Uschi Kruse im Schreiben an den Kultusminister)

Brief an den Kultusminister vom 19. November 2021 (PDF)

Ansprechpartner_in
GEW Sachsen
Nonnenstraße 58
04229 Leipzig
0341 4947-412
0341 4947-406