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Pressemitteilung 04/2007 |
Hochschulen sind keine Fußballstadien!
Beim hochschulpolitischen Forum der Landtagsfraktion der CDU am Montag in Dresden begründete Ministerpräsident Professor Milbradt seine Auffassung, dass die Hochschulen auch Hoheit über ihr Personal erhalten müssen, u. a. mit dem Argument, dass Fußballtrainer sich auch nicht vorschreiben lassen, wen sie für wie viel Geld auf den Platz schicken.
Hierzu erklärt der stellvertretende Landesvorsitzende der GEW Sachsen, Jens Kinne:
„Ein solcher Vergleich ist skandalös. Hochschulen sind öffentliche Einrichtungen, die überwiegend von den Bürgern finanziert werden und bei der Erfüllung ihrer Aufgaben in Verantwortung für die gesamte Gesellschaft stehen.“
Die Bildungsgewerkschaft GEW unterstützt alle, die für einen Verbleib der Personalhoheit beim Freistaat Sachsen eintreten. Sie tritt dafür ein, dass es bei einheitlichen Tarifverträgen für alle Hochschulen bleibt und dass die Mitbestimmungsmöglichkeiten des Hauptpersonalrates erhalten und ausgebaut werden.
Die GEW Sachsen unterstützt darüber hinaus alle Bemühungen, die Bildungschancen junger Menschen zu verbessern. Die Gesellschaft braucht mehr junge Menschen mit akademischer Ausbildung. Die Behauptung, dass Studiengebühren sozial gerecht wären und zu einer besseren Lehre führten, wird auch durch ständige Wiederholung nicht wahr. Professor Milbradt ist zuzustimmen, dass mehr Kinder aus Arbeiterfamilien die Chance haben müssen, das Abitur zu erwerben.
„Die GEW als Bildungsgewerkschaft“, so Jens Kinne abschließend, „wehrt sich gegen alle Versuche, einzelne Bildungsbereiche gegeneinander auszuspielen."Statt einer Umverteilung zwischen Schulen und Hochschulen (oder Kindertagesstätten und Hochschulen, wie anderswo wiederholt ins Gespräch gebracht) sind insgesamt mehr Investitionen in die Bildung notwendig.
Nachfragen möglich unter: 0172 792 78 82 (Jens Kinne) |
| letzte Aktualisierung: 27.03.2007 20:00 Uhr |
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