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Pressemitteilung 06/2006 |
vom 5. Oktober 2006
Länger gemeinsam lernen auch in Sachsen?
Initiative „Sachsens Zukunft – Eine Schule für alle“ im Gespräch mit Kultusminister Flath
Am 4. Oktober 2006 fand in Dresden ein erstes Gespräch zwischen Initiatoren und Unterstützern des Aufrufes „Sachsens Zukunft – Eine Schule für alle. Mehr Chancengleichheit durch längeres gemeinsames Lernen“ und dem Staatsminister für Kultus, Steffen Flath, statt.
Gegenstand des Gesprächs war der Austausch der unterschiedlichen Auffassungen zur zukünfti-gen Schulentwicklung in Sachsen, die im Aufruf der Initiative und in der Antwort des Kultusminis-ters auf diesen Aufruf zum Ausdruck kommen.*
Das Gespräch, an dem seitens der Initiative Vertreter der Gewerkschaft Erziehung und Wissen-schaft (GEW), des Landesschülerrates (LSR), des Landeselternrates (LER) und der Parteien Bündnis 90/ Die Grünen und Linkspartei.PDS teilnahmen, verlief in einer ausgesprochen offenen und konstruktiven Atmosphäre. Einig war man sich vor allem in dem Ziel, jede/n Schüler/in so op-timal wie möglich zu fördern. Neben den nach wie vor unterschiedlichen Positionen zur Schulstruk-tur in Sachsen war man sich darin einig, über einige Herausforderungen der sächsischen Schul-entwicklung weiter diskutieren zu wollen. Dabei soll es z. B. um folgende Fragen gehen: Wie kann es gelingen, den Anteil von Förderschülern an der Gesamtschülerzahl zurückzuführen und gleich-zeitig die Zahl von Schulabgängern ohne Abschluss zu verringern? Wie kann die Durchlässigkeit zwischen den Schularten verbessert und wie können mehr Schüler zum Abitur geführt werden?
Während Kultusminister Flath die Lösung dieser Probleme innerhalb des jetzigen gegliederten Schulsystems für möglich hält und eine Änderung des Schulgesetzes ablehnt, sind die Vertreter der Initiative für ein längeres gemeinsames Lernen der Auffassung, dass dies nur in einem auch von der äußeren Struktur her integrativen Schulsystems möglich ist, was natürlich eine Änderung des Schulgesetzes erfordern würde.
Beide Seiten verständigten sich, den begonnenen Dialog trotz unterschiedlicher Auffassungen in der Strukturfrage fortzusetzen. Auch eine Teilnahme an einer Veranstaltung der Initiative schloss der Minister nicht aus.
Dresden, den 5. Oktober 2006
Nachfragen möglich:
Für die Initiative: Frau Dr. Gerold/ GEW Sachsen unter 0172 79 90 114
Für das SMK: Herr Reelfs/ Pressestelle unter 0351/ 564 2508
*Anlagen:
Aufruf "Sachsens Zukunft – Eine Schule für alle!" (650 KB)
Positionspapier des Staatsministers für Kultus
"Jeder zählt – gerechte Chancen für alle an Sachsens Schulen" (38 KB) |
| letzte Aktualisierung: 6.10.2006 13:10 Uhr |
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