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Pressemitteilung 03/2007 |
Warum nur vier weitere Gemeinschaftsschulen?
GEW Sachsen enttäuscht über Koalitionskompromiss
Mit großer Enttäuschung hat der Landesverband Sachsen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zur Kenntnis genommen, dass von den acht eingereichten Anträgen zur Errichtung von Gemeinschaftsschulen nun doch nur vier für das kommende Schuljahr bewilligt wurden.
Sabine Gerold, GEW-Landesvorsitzende: "Die inhaltlichen Konzepte, die die Schulen vorgelegt haben, waren offensichtlich nicht das entscheidende Kriterium für die Bewilligung als Schulversuch Gemeinschaftsschule. In einer Diskussion mit den interessierten Schulen Ende Januar konnten wir uns davon überzeugen, dass mindestens drei weitere Schulen sehr interessante und überzeugende Gemeinschaftsschulkonzepte entwickelt hatten. Die jetzt getroffene Entscheidung deutet darauf hin, dass sich das Kultusministerium offensichtlich mit seiner Auffassung, dass Gemeinschaftsschulen nur in städtischen Regionen sinnvoll sind, durchgesetzt hat. Während in anderen Bundesländern zunehmend auf das längere gemeinsame Lernen gerade zur Sicherung von Schulstandorten in ländlichen Regionen gesetzt wird, hält das SMK stur an seiner fragwürdigen Schulstandortpolitik fest."
Die GEW-Landesvorsitzende bedauert, dass sich die offenkundig ablehnende Haltung des größeren Koalitionspartners gegenüber der Idee der Gemeinschaftsschule in Sachsen in der Bewertungspraxis des Kultusministeriums widerspiegelt. Anders lassen sich der in die Länge gezogene Prüfvorgang und die am Ende getroffene Entscheidung nicht erklären. Das CDU-geführte Kultusministerium lässt offensichtlich nichts unversucht, um das ungeliebte Koalitionskind „Gemeinschaftsschule“ in seiner Entwicklung zu behindern statt zu befördern. Das ist aus Sicht der GEW-Landesvorsitzenden außerordentlich bedauerlich und entlarvt erneut die Beteuerung von Kultusminister Steffen Flath, allen Kindern in Sachsen optimale Entwicklungschancen zu sichern, als reines Lippenbekenntnis.
Nachfragen möglich unter 0172 – 79 90 114 (Frau Gerold). |
| letzte Aktualisierung: 8.03.2007 14:01 Uhr |
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