|
Pressemitteilung 01-2006 |
vom 06. März 2006
GEW Sachsen ruft zum Streik- und Protesttag am 9. März auf
Der Landesverband Sachsen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat seine Mitglieder im Landesdienst - angestellte Lehrkräfte und pädagogische Unterrichtshilfen, angestellte Schulleiter/innen und stellvertretende Schulleiter/innen sowie Beschäftigte an Hochschulen – für den 9. März 2006 zur Teilnahme an einem bundesweiten Streik- und Protesttag der GEW in Berlin aufgerufen. Er steht unter dem Motto
„Gleiches Recht für alle – Flächentarifvertrag muss bleiben“
Die GEW will mit dieser Aktion einen Beitrag zur aktuellen Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst leisten. Seit Wochen wehren sich zehntausende Beschäftigte des öffentlichen Dienstes mit Protesten und Streiks gegen die Angriffe der öffentlichen Arbeitgeber auf die Arbeits- und Einkommensbedingungen. Diese Tarifauseinandersetzung betrifft jedoch nicht nur die Arbeitszeit in den Kommunen der westlichen Bundesländer. Es geht auch um die Zukunft des weiteren Tarifrechts auf Länderebene. Hier wollen die Bundesländer als Arbeitgeber den Flächentarif aushebeln, die Arbeitsbedingungen föderalisieren und zukünftig nur noch nach Kassenlage bezahlen. Die Finanzlage eines Bundeslandes wird dann auch darüber entscheiden, ob es sich noch hoch qualifiziertes Personal leisten kann, was sich besonders im Bildungsbereich verhängnisvoll auswirken wird. Testfall ist bereits das Weihnachts- und Urlaubsgeld. Tarifliche Öffnungsklauseln – auch bei der Arbeitszeit der Landesbeschäftigten - sollen den Ländern Kürzungspotenziale erschließen. Die öffentlichen Arbeitgeber versuchen insbesondere die Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu spalten – Beamte gegen Angestellte, Beschäftigte im Osten gegen Beschäftigte im Westen.
Da die Bildungsgewerkschaft GEW mit den Lehrkräften und den wissenschaftlichen Angestellten der Hochschulen eine der größten Beschäftigtengruppe im öffentlichen Dienst auf der Länderebene organisiert, will sie mit ihrem bundesweiten Streik- und Protesttag ein sichtbares Zeichen innerhalb der Tarifgemeinschaft der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes setzen.
Aus allen Regionen Sachsens werden Busse nach Berlin fahren. Die Abfahrtszeiten und Abfahrtsorte sind unter www.gew-sachsen.de im Internet sowie auf Nachfrage bei den GEW-Bezirksbüros in Chemnitz Telefon: 0371/ 40 22 511, Dresden Telefon: 0351/ 43 85 90 und Leipzig Telefon: 0341/ 49 47 470 zu erfahren.
Nachfragen möglich unter
Tel.: (0341) 49 47 412
Funk: (0172) 7 99 01 14
(Frau Dr. Gerold) |
| letzte Aktualisierung: 7.03.2006 11:45 Uhr |
|
|