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Neuer Kultusminister muss jetzt die Probleme im Bildungsbereich ernsthaft angehen

19.10.2017

Die GEW Sachsen wünscht Herrn Haubitz persönlich alles Gute sowie viel Kraft für die vor ihm liegende Aufgabe. Diese ist nicht nur mit viel Verantwortung verbunden, sondern in Anbetracht der Ausgangssituation auch außerordentlich schwierig.

Uschi Kruse, Landesvorsitzende der GEW Sachsen: „Herr Haubitz tritt sein Amt zu einem Zeitpunkt an, zu dem der Freistaat bundesweit das Vorzeigeland in Sachen Lehrermangel geworden ist. Die Fehler der Vergangenheit kann er nicht mehr beseitigen. Deutliche Verbesserungen in der Gegenwart und für die Zukunft sind aber möglich, wenn schnell und entschlossen die richtigen Schritte eingeleitet werden. Dazu gehören auch bessere Arbeitsbedingungen und tarifliche Regelungen zur Vergütung der sächsischen Lehrkräfte, die die Nachteile gegenüber Lehrkräften in anderen Bundesländern ausgleichen.“

Die GEW Sachsen wird genau darauf achten, ob der ehemalige Vorsitzende des Philologenverbandes die Probleme aller Schularten im Blick behält und an den Stellen besondere Unterstützung organisiert, an denen die Herausforderungen besonders groß sind. Wichtig ist auch, dass sich Herr Haubitz schnell auch dem zweiten großen Verantwortungsbereich, den sächsischen Kindertagesstätten, zuwendet. Die Verbesserung der Rahmenbedingungen steht hierbei im Vordergrund.

Die GEW Sachsen bietet für die Lösung der zahlreichen Probleme im Bildungsbereich ausdrücklich ihre Hilfe und Kompetenz an. Wenn allerdings die Versuche fortgesetzt werden, den Mangel an den Schulen und Kindertageseinrichtungen möglichst geräuschlos zu verwalten, wenn Ungerechtigkeit und Leistungsdruck weiter verstärkt werden, muss Herr Haubitz mit unserem erbitterten Widerstand rechnen.

Nachfragen möglich unter:

0172 3504386 (Frau Kruse, Landesvorsitzende)

0176 9650375 (Herr Risse, Stellv. Landesvorsitzender)

0162 9390296 (Herr Thamm, Pressesprecher)

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