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Auf der Tagesordnung: Bessere Ausstattung der sächsischen Kitas

28.08.2017

GEW Sachsen zum Ländermonitor „Frühkindliche Bildung“ der Bertelsmann Stiftung

 

Der heute von der Bertelsmann Stiftung veröffentlichte Ländermonitor - Frühkindliche Bildungssysteme 2017- zeigt wieder einmal, dass der Wohnort innerhalb Deutschlands über die Bildungschancen von Kindern entscheidet. Sachsen wird in der Studie zwar eine gute Ausstattung mit qualifiziertem Personal bescheinigt gleichzeitig ist der Freistaat aber Schlusslicht beim Betreuungsschlüssel.

Sachsen ist weit entfernt von dem, was die Studie der Bertelsmann Stiftung empfiehlt:
einen qualitätssichernden Personalschlüssel von 1 zu 3,0 in Krippengruppen und 1 zu 7,5 in Kindergartengruppen.

Sachsen ist mit einem Verhältnis von

  • 6,5 Kinder unter 3 Jahren pro vollzeitbeschäftigte Fachkraft und
  • 13,4 Kinder über 3 Jahren pro vollzeitbeschäftigte Fachkraft 

Schlusslicht im bundesweiten Ländervergleich.

Uschi Kruse, Landesvorsitzende der GEW Sachsen dazu: „Es reicht nicht aus, in Wahlkampfzeiten regelmäßig zu betonen, welch hohe Bedeutung Bildung hat. Es muss auch angemessen gehandelt werden. Dass die Gruppen in den sächsischen Kindertagesstätten zu groß für eine gute Betreuung und Bildung der Kinder sind, könnten inzwischen auch das zuständige Ministerium und jeder einzelne sächsische Landtagsabgeordnete wissen. Darauf weisen nicht nur wir regelmäßig hin, sondern auch immer wieder verschiedene Studien. Es wird Zeit, die gesetzlichen Regelungen so zu verbessern, dass Kinder tatsächlich die Unterstützung bekommen, die ihnen zusteht. Allein kosmetische Änderungen reicht da nicht aus.“

Aus Sicht der GEW stehen neben spürbaren Verbesserungen beim Personalschlüssel auch die Anerkennung von Vor- und Nachbereitungszeiten und die Freistellung der Kita-Leitung für administrative Aufgaben auf der Tagesordnung.

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