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Information für berufliche Schulen |
Die GEW Sachsen stellt klar:
Es gibt keine Verhandlungszusage für einen Bezirkstarifvertrag für BerufsschullehrerInnen!
Der Staatsminister für Kultus hat am 19. April auf dem Gewerkschaftstag der GEW Sachsen zur Beschäftigungsperspektive sächsischer Lehrerinnen und Lehrer gesprochen. Dabei hat er auch auf einen bevorstehenden Schülerrückgang an den Beruflichen Schulen hingewiesen und damit seine Ablehnung der GEW-Forderung nach einer besseren dauerhaften Personalausstattung der Beruflichen Schulen begründet. Gleichzeitig brachte er seine Erwartung zum Ausdruck, dass die Lehrerorganisationen einen aus seiner Sicht unvermeidlichen Stellenabbau bei den Beruflichen Schulen genauso begleiten werden wie bei den allgemeinbildenden Schulen.
Diese Aussagen haben die Delegierten des Gewerkschaftstages zur Kenntnis genommen.
Es gibt weder Sondierungen noch Verhandlungen mit der Landesregierung zu einem Bezirkstarifvertrag für Lehrkräfte an Beruflichen Schulen. Es liegt der GEW Sachsen dazu auch keine Verhandlungsaufforderung des Arbeitgebers vor.
Angesichts der derzeit unzureichenden personellen Ausstattung der Beruflichen Schulen, der nach wie vor nicht sicher prognostizierbaren Schülerzahlentwicklung und der außerordentlich hohen Differenziertheit der Personalstruktur und des Personalbedarfs lehnt die GEW Sachsen jeglichen weiteren Stellenabbau bei den Beruflichen Schulen ab und sieht deshalb zum jetzigen Zeitpunkt keine Veranlassung, Verhandlungen mit der Landesregierung zur Beschäftigungssicherung für Lehrkräfte der Beruflichen Schulen aufzunehmen.
Sollte die Landesregierung die GEW zu Verhandlungen über eine Beschäftigungssicherung für Lehrkräfte an Beruflichen Schulen auffordern, werden - wie es bei Gewerkschaften üblich ist - unsere zuständigen Gremien dazu beraten und darüber entscheiden, ob es Verhandlungen geben wird. In diesen Entscheidungsprozess werden wir die betroffenen Kolleginnen und Kollegen durch Mitgliederversammlungen direkt einbeziehen.
Mitglieder von Lehrerverbänden, die anders lautende Behauptungen verbreiten, verhindern ein starkes gemeinsames Agieren gegenüber der Landesregierung und schaden dadurch den Interessen der Kolleginnen und Kollegen an den Beruflichen Schulen!
Leipzig, den 11. Mai 2007
Der Geschäftsführende Vorstand der GEW Sachsen |
| letzte Aktualisierung: 12.05.2007 23:26 Uhr |
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