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Beschlüsse des Gewerkschaftstages |
Beschlüsse zu den Schwerpunkten der weiteren Arbeit:
1. Motivierende Arbeitsbedingungen – Grundlage für Qualität im Bildungsbereich
- Die GEW Sachsen strebt in der Wahlperiode 2007 – 2011 die Rückkehr zur Vollzeitbeschäftigung und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für alle pädagogischen Fachkräfte im Bildungsbereich an.
- Der Landesvorstand ist beauftragt, bis zum Herbst 2007 ein bildungs- und beschäftigungspolitisches Konzept zur Sicherung der notwendigen Rahmenbedingungen für qualitativ hochwertige Arbeit in allen Bildungseinrichtungen sowie ein entsprechendes Handlungskonzept den Gliederungen und Gremien zur Diskussion vorzulegen.
- Schwerpunktziele des Konzeptes sollen v. a. sein:
- Verdeutlichung des Zusammenhangs zwischen den Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen, der Qualität von Bildung und den Arbeitsbedingungen des pädagogischen Personals in den Bildungseinrichtungen und den Einrichtungen der Jugendhilfe;
- Anerkennung der allseitig unumstrittenen Bedeutung der frühkindlichen Bildung auch in der Gestaltung der Arbeitsbedingungen der pädagogischen Fachkräfte in diesem Bildungsbereich;
- Wiederherstellung von Vollzeitarbeitsverhältnissen im Schulbereich unter Berücksichtigung individueller Teilzeitwünsche/ - ansprüche;
- Anerkennung und Aufwertung der pädagogischen Tätigkeit über die reine Unterrichtsverpflichtung an Schulen und die reinen Kontaktstunden in den frühkindlichen Bildungseinrichtungen hinaus.
2. Grundschulvereinbarung beenden!
- Aufforderung an die Landesregierung, für die Lehrer/innen an den sächsischen Grundschulen nach 15 Jahren ununterbrochener Teilzeitbeschäftigung und 10 Jahren bedarfsbedingter Aufstockungspraxis eine Rückkehr zur Vollzeitbeschäftigung unter Berücksichtigung individueller Teilzeitwünsche verbindlich mit den Vertragspartnern der Grundschulvereinbarung von 1997 (geändert 2005) zu vereinbaren;
- Aufforderung an Landesregierung und Landtag, der anerkannten Bedeutung der frühen Bildung, den veränderten Aufgaben der Grundschule, den wieder steigenden Schülerzahlen und der Sicherung der Attraktivität des Berufes „Grundschullehrer/in“ endlich Rechnung zu tragen und mit dem nächsten Doppelhaushalt eine bessere Personalausstattung durch eine entsprechende Erhöhung der Lehrerstellenzahl für die Grundschulen sicher zu stellen;
- Aufnahme von Verhandlungen mit der Landesregierung unmittelbar nach der jetzt erfolgenden Überprüfung der Teilzeitquote an den Grundschulen;
- Beauftragung der Tarifkommission Grundschule und des Landesvorstandes der GEW, alle Voraussetzungen für die Aufnahme von Verhandlungen mit der Landesregierung zu schaffen;
- Vorbereitung einer ggf. notwendigen Mobilisierung der Mitglieder zur Durchsetzung der Verhandlungsziele durch die Bezirks- und Kreisverbände.
3. Jeder zählt – die besten Chancen für jedes Kind durch längeres gemeinsames Lernen
Fortsetzung der Kampagne „Sachsens Zukunft – eine Schule für alle! Mehr Chancengleichheit durch längeres gemeinsames Lernen“ mit folgenden Schwerpunkten:
- Ausweitung des bestehenden Aktionsbündnisses;
[li]Forcierung der öffentlichen Diskussion über eine längere gemeinsame Schulzeit für alle Kinder und über darauf ausgerichtete Schritte des Übergangs zu einer Schule für alle Kinder;
- Einflussnahme auf die demokratischen Oppositionsparteien, die Frage des längeren gemeinsamen Lernens zu einem Schwerpunkt des Wahlkampfes zur Landtagswahl 2009 zu machen;
- Vorbereitung eines Volksgesetzgebungsverfahrens – gemeinsam mit den Bündnispartnern -, falls es nach der Landtagswahl 2009 im Parlament keine demokratische Mehrheit für eine Veränderung der sächsischen Schullandschaft im Sinne des längeren gemeinsamen Lernens geben sollte;
- konkrete Vorschläge zur Schaffung von Voraussetzungen für längeres gemeinsames Lernen im Rahmen des bestehenden Schulsystems.
4. Vorrang der Schule in öffentlicher Trägerschaft
- Schulen in freier Trägerschaft sollen öffentliche Schulen nicht ersetzen, sondern die Schullandschaft erweitern und bereichern.
- Das SMK wird aufgefordert, vor jeder Genehmigung einer Schule in freier Trägerschaft zu prüfen, ob das jeweilige Bildungsangebot auch von einer Schule in öffentlicher Trägerschaft erfüllt werden kann. Im Zweifelsfall soll die Schule in öffentlicher Trägerschaft den Vorrang haben.
5. Weitere Beschlüsse:
- Schwerpunkte der Tarifarbeit der GEW Sachsen in der nächsten Wahlperiode
- Positionen der GEW Sachsen zur künftigen Gestaltung eines modernen Hochschulwesens
im Freistaat Sachsen
- Lebenslanges Lernen in Europa – die Bedeutung Europas für die Weiterbildungspolitik in Deutschland
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| letzte Aktualisierung: 23.04.2007 14:28 Uhr |
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