Login
Name:
Passwort:
Sicherheitscode:
Passwort vergessen

Newsletter
Newsletter abonnieren
Name:
E-Mail Adresse:

Pressemitteilung 10-2007

vom 23. April 2007


Bildungsgewerkschaft stellt sich neuen Aufgaben - mit GANZER Kraft!


Ergebnisse des 6. Ordentlichen Gewerkschaftstages der GEW Sachsen

Der Gewerkschaftstag* der GEW Sachsen vom 19. bis 21. April 2007 in Schöneck/Vogtland stand diesmal unter dem Motto „Mit GANZER Kraft!“, womit bewusst die Mehrdeutigkeit dieser Formulierung in den Blick genommen wurde.

Sabine Gerold, wiedergewählte Landesvorsitzende:
"Beschäftigte in allen Bildungsbereichen – von der Kita bis zur Universität – können und dürfen sich keine halben Sachen leisten. In der pädagogischen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen ist die GANZE Kraft gefordert, jeder pädagogische Beruf ist ein Hauptberuf, kein Nebenjob – und er darf deshalb auch nicht zu einem dauerhaften Teilzeitjob heruntergespart werden. Deshalb hat der Gewerkschaftstag mit seinen Beschlüssen vor allem eine klare Botschaft an die Beschäftigten im Bildungsbereich gesandt, die sich in beschäftigungssichernden Solidarmodellen, die die GEW verhandelt hat, befinden:
Die GEW Sachsen wird mit ihrer GANZEN Kraft dafür eintreten, dass der pädagogische Beruf wieder ein Vollzeitberuf wird – und dass diese Vollzeit endlich auch den historisch veränderten Bedingungen zur Ausübung dieses Berufes Rechnung trägt. Mit der Rückkehr zur Vollzeit, die wir in der neuen Wahlperiode durchsetzen wollen, wird sich die GEW als Bildungsgewerkschaft wieder intensiv der Tatsache zuwenden, dass Schule mehr als Unterricht und frühkindliche Bildung in der Kita mehr als Betreuung und Beschäftigung ist."


Die 204 Delegierten des Gewerkschaftstages brachten ihre Überzeugung zum Ausdruck, dass die Mehrheit der Beschäftigten in den sächsischen Bildungseinrichtungen das ehrliche Engagement und die konsequente Interessenvertretung der GEW in der schwierigen Situation des Geburtenrückgangs und des ihm folgenden Stellenabbaus im Bildungsbereich anerkennt und der GEW in Auseinandersetzungen mit der Landesregierung deutlich mehr zutraut als einem in sich zerstrittenen Konglomerat von konkurrierenden Lehrerverbänden.

Sie haben deshalb auch die Landesvorsitzende und die anderen Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstandes und der Verhandlungskommission der GEW zum BTV Gymnasien/Mittelschulen und zur Grundschulvereinbarung mit sehr deutlichen Mehrheiten in ihren Funktionen bestätigt und ihnen damit den Rücken für künftige Verhandlungen mit dem Arbeitgeber gestärkt.

Die Bildungsgewerkschaft erwartet nun auch weiteren Rückenwind aus den Bildungseinrichtungen bei den bevorstehenden Personalratswahlen. Vor allem im Schulbereich will die GEW ihre bisherige Mehrheit verteidigen. Die Personalräte in den Schulen, bei den Regionalstellen der Sächsischen Bildungsagentur und der Lehrerhauptpersonalrat beim SMK haben in der jetzigen Wahlperiode mit GANZER Kraft dazu beigetragen, die Interessen der Beschäftigten bei der Umsetzung der Tarifverträge zu vertreten. Der Gewerkschaftstag hat deshalb alle Lehrkräfte in den Schulen aufgerufen, die GEW an den Verhandlungstischen gegenüber dem Arbeitgeber auch durch ein deutliches Votum für die Kandidatinnen und Kandidaten der Bildungsgewerkschaft bei den Personalratswahlen am 23. Mai 2007 zu stärken.

Die Delegierten des Gewerkschaftstages haben auch dem Kultusminister und der Wissenschaftsministerin, die beide zeitweilige Gäste des Gewerkschaftstages waren, die Entschlossenheit der GEW Sachsen deutlich gemacht, die Beschäftigten im Bildungsbereich ggf. auch wieder zu mobilisieren, um deren berechtigten Forderungen nach motivierenden Arbeitsbedingungen in den Bildungseinrichtungen und nach öffentlicher Anerkennung der dort geleisteten Arbeit Nachdruck zu verleihen.

Kultusminister Steffen Flath war erstmals Gast einer GEW-Veranstaltung und wurde von den Delegierten in einer sachlichen und sehr offenen Diskussion mit zahlreichen Forderungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Schulen und zur Veränderung des sächsischen Schulsystems konfrontiert, für die er Verständnis und in Einzelfragen auch Gesprächsbereitschaft signalisierte.

Die Wissenschaftsministerin und frühere GEW-Vorsitzende Dr. Eva-Maria Stange wurde von den Delegierten vor allem aufgefordert, die Personalhoheit über die Beschäftigten der Universitäten und Hochschulen nicht preiszugeben und damit einer Abkehr von der Tarifbindung Tür und Tor zu öffnen.


* Der Gewerkschaftstag ist das höchste Organ der Bildungsgewerkschaft. Er besteht aus 150 Delegierten der 23 Kreisverbände, weiteren Delegierten der ständigen Arbeitsgruppen und Referate und den 48 Mitgliedern des Landesvorstandes. Er tagt i. d. R. alle vier Jahre. Die zurückliegende Wahlperiode war 2004 aus organisationsinternen Gründen einmalig auf zweieinhalb Jahre verkürzt worden.


Nachfragen möglich unter 0172-7990 114 (Frau Gerold)
letzte Aktualisierung: 23.04.2007 14:41 Uhr
 
GEW Haupseite solarforum katzen hilfe muldentalkreis tourismus muldentalkreis tauchen uvr1611 landkreis mittelsachsen