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Bericht Anne Frank 2008 |
Im Jahre 2006 hatten sich verschiedene Institutionen und Vereine aus Pirna zusammengefunden, um die multimediale Ausstellung „Anne Frank. Ein Mädchen aus Deutschland“ in die Kreisstadt zu holen. Dazu gehörte auch der GEW-Kreisverband Pirna/Sebnitz. Da diese Ausstellung damals eine große Resonanz hatte, kamen die Hauptinitiatoren, die Aktion Zivilcourage e.V., im Sommer dieses Jahres auf den Gedanken, diese Ausstellung nach 2 Jahren erneut in der Region zu zeigen. Wir als GEW waren sofort wieder bereit, im Trägerkreis dieses Ausstellungsprojekts mitzuarbeiten, dieses Mal als Bezirksverband Dresden. Wir wählten im neu entstandenen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge als Standort der Ausstellung Freital aus und fanden auch dort Unterstützer dieses Projekts, wie zum Beispiel Pro Jugend e.V. oder die Evangelische Jugend Dippoldiswalde. Ganz besonders möchte ich mich bei der Regionalstelle Dresden der SBA sowie bei der Schulleitung des Weißeritzgymnasiums Freital und bei Kollegin Sprungk für die hervorragende Unterstützung bedanken.
Zur Eröffnung der Ausstellung waren am späten Nachmittag des 9. November 2008 die Räume im historischen Gasthof „Goldener Löwe“ an der Dresdener Straße in Freital bis auf den letzten Quadratmeter mit rund 200 Gästen aus der Landes- und Kommunalpolitik, mit Vertretern von Schulen, Vereinen, Gewerkschaften, Behörden, Kirchen sowie interessierten Bürgern gefüllt. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich, einer der Schirmherren der Ausstellung, erinnerte in seiner Rede an die Reichspogromnacht vor genau 70 Jahren und betonte, dass Demokratie und Menschenrechte immer wieder neu erkämpft werden müssen.
Dazu soll diese Ausstellung über das bewegende Schicksal des jüdischen Mädchens Anne Frank einen Beitrag leisten. Auf vier großen Multimediawänden werden einzelne Aspekte aus Anne Franks Biografie aus verschiedenen Perspektiven umgesetzt und auf ihre heutige Bedeutung hinterfragt. Damit bietet die Ausstellung einen völlig neuen Zugang zur Zeit des Nationalsozialismus. Die Besucher können anhand von Videosequenzen, an Hörstationen und Computer-Terminals, aber auch mittels gegenständlicher Objekte wie Fotoalben oder einem alten Radio die Welt der Anne Frank selbst entdecken.
Die Wanderausstellung richtet sich nicht nur, aber vor allem an Schulklassen und Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren und liefert wichtige Impulse für eine Auseinandersetzung mit dem Holocaust. Darüber hinaus soll sie vor allem junge Menschen dazu anregen, Fragen neu zu stellen – Fragen, mit denen Anne Frank unter lebensbedrohlichen Umständen konfrontiert war, Fragen, die auch heute noch viele Jugendliche beschäftigen: Wer bin ich? Was ist mir wichtig? Was geschieht mit mir?
Die Schüler werden dabei in der Ausstellung von ehrenamtlichen Jugendlichen begleitet. Durch den geringen Altersunterschied entsteht beim Ausstellungsbesuch eine offene Atmosphäre, die es den Schülern ermöglichen soll, einen persönlichen Zugang zur Geschichte der Anne Frank und zu den zeitgeschichtlichen Ereignissen zu finden.
Zum Rahmenprogramm der Ausstellung gehört auch ein Vortrag über Juden in Sachsen von unserem GEW-Mitglied Hugo Jensch, dem wir im Sommer zu seinem 80. Geburtstag gratulieren konnten.
Wir als GEW hoffen, dass möglichst viele Klassen und Kurse die Chance zum Besuch dieser beeindruckenden und jugendgemäßen Ausstellung – nach Voranmeldung (Kontakt: Pro Jugend e.V. - 0351 / 656 57 22 - annefrank@projugendev.de) – nutzen.
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| letzte Aktualisierung: 18.03.2009 9:13 Uhr |
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